16 April, 2008

In a bad mood...

Irgendwas mache ich falsch... Sting hat sich neulich eine 500-m²-Wohnung am Central Park gekauft, innen sieht das Ganze so aus wie in diesem Artikel, und spätestens bei den Bildern vom 22-m-Pool (mit Oberlicht) bin ich in Tränen ausgebrochen (wer mit mir Neidtränen vergießen will kann hier klicken). Aber anstatt nachts in meinem warmen Pool auf der Luftmatratze zu liegen und mir mit einem Cosmopolitan in der Hand und netter Musik aus dem Surround-Sound-System im Ohr die Sterne anzusehen, sitze ich abends mit Apfelschorle an meinem Esszimmerfenster und schaue dem Hausfrauensport im Buschdorfer Gemeindesaal zu, während die Musik aus den beiden 20-Watt-Boxen meiner Kompaktanlage schnarrt. Naja, okay, in Manhattan sieht man wahrscheinlich eh keine Sterne... aber trotzdem!! Alternder Rockstar müßte man sein... *seufz*

Und da ich momentan eh den Blues habe kommt jetzt meine Meinung zum Wetter: ich habe es satt, satt, satt! Gestern morgen hatte ich Winterstiefel, Skijacke, Rollkragenpullover, Schal, Handschuhe und Kniestrümpfe an, und heute morgen waren es bei uns 0°C- geht’s noch? Normalerweise ist das Wetter im April zwar durchwachsen, aber die 20°C-Marke wird schon hin und wieder erreicht, und man sollte hier und da mal etwas Sonne sehen und auf Winterjacken verzichten können, aber nein, seit November das gleiche beschissene Wetter!

Und was mir genauso auf die Nerven geht: daß alle (alle!) die ganze Zeit sagen: "Hach, letztes Jahr, da hatten wir um diese Zeit 35°C!!“. Ja klar. 35°C. Hallo?? Es waren so um die 25°C, das ist ein kleiner Unterschied; und P.S.: letztes Jahr haben sich alle darüber beschwert daß es so heiß ist. Klimaerwärmung, schrecklich schrecklich!

Und weil ich mich gerade so schön in Rage geredet habe: was mir darüber hinaus AUCH noch auf die Nerven geht ist die neueste Medien-Lieblingshorrornachricht, die einem seit dem Wochenende um die Ohren gehauen wird...
Nach "Klimaerwärmung“, "Jugendgewalt“ und "Rohölknappheit“
sehen Sie nun in der Tagesschau:

"Die Rückkehr des HUNGERS!!
Bald auch in Ihrer Stadt!
Das macht sogar Flocke und dem olympischen Fackellauf auf den Titelseiten ernsthafte Konkurrenz- wenn’s um’s Essen geht, da hört der Spaß nun wirklich auf, aber sowas von! Denn anscheinend haben sich ein paar schlaue Köpfe zusammengesetzt und ausgerechnet, daß es so nicht weitergehen kann- wir essen zuviel und bauen nicht genug Obst, Gemüse und Getreide für die Nahrungsmittelindustrie an. Und wer ist dran schuld, wer ist der große Buhmann des Tages?Jawoll, der Biosprit! Vor ein paar Monaten noch der von Gott gesandte Heiland, Führer aus der Erdölkrise, seit dem Wochenende auf der "Ganz Böse“-Liste- so schnell kann‘s gehen. Biosprit ist –verständlicherweise- so gefragt und subventioniert, daß Bauern vermehrt Mais und Raps dafür anbauen anstatt für Lebensmittel. Einfach ausgedrückt stehen wir also vor einer schwierigen Wahl: entweder Auto fahren oder Essen. Beides zusammen geht nicht, die fetten Jahre sind vorbei. Kleiner Tipp- wenn wir auf’s Auto fahren verzichten würden, hätten wir was zu beißen UND würden die Klimakatastrophe eindämmen... Zwei Fliegen, eine Klappe. Aber was rege ich mich auf- in ein paar Wochen haben die Medien wieder eine andere Katastrophe, über die sie dann die anderen wichtigen Themen wieder unter den Tisch fallen lassen. Ich frage mich nur, warum das Thema gerade jetzt auf den Tisch kommt- in Mexico schrappen sie schon seit ein paar Jahren an der Hungersnot vorbei, weil der ganze Mais in die Tanks wandert anstatt in die Nachos. Wenn ich davon schon seit ein paar Monaten weiß (und ich bin wirklich kein übermäßig gut informierter Mensch), warum kommen dann die Experten (sollte man meinen) vom internationalen Währungsfond und bei der Weltbank erst jetzt darauf? Nachrichten haben eine seltsame Eigendynamik: was vor ein paar Monaten vollkommen uninteressant ist, ist an einem späteren Zeitpunkt weltweit Schlagzeile.

So, genug gemotzt, ich muß jetzt erstmal meinen Blutdruck wieder in den Griff kriegen. In der Hoffnung, daß bis zu meinem nächsten Blog das Wetter besser und das Hungerproblem gelöst, oder sich zumindest meine Laune gebessert hat: Cheerio!

14 April, 2008

Ja, der Moselwein...

... der hat’s in sich. Ich sollte bei Vodka bleiben, damit habe ich wenigstens Erfahrung, ganz im Gegensatz zur empfohlenen Dosierung von trockenem Riesling. Zunächst einmal- seit wann trinke ich überhaupt Wein?? Antwort: seit Samstag. Da waren wir nämlich in Zell an der Mosel auf der Hochzeit von Stefan und Silke -Auftrakt dieses Hochzeitsrekordjahres (insgesamt 5 in den nächsten 8 Monaten)- und zu meiner Überraschung fand ich den Weisswein ganz ausgezeichnet (praktisch auch, daß er immer gleich Flaschenweise auf den Tisch kam). Rotwein finde ich zwar nach wie vor ih-bäh, Rosé hingegen könnte durchaus auch etwas für mich sein; ich habe am Freitag beim Italiener nur mal probeweise bei Jan genippt und fand’s okay. Wenn ich das meinen Eltern erzähle, werden sie bestimmt einen Stoßseufzer der Erleichterung ausstoßen- Gott sei Dank, sie trinkt Wein! Sie wurde wohl doch nicht bei der Geburt vertauscht!

Aber eins nach dem anderen. Jan und ich sind schon am Freitag nach Zell gefahren und haben unser Zimmer im "Hotel zum grünen Kranz“ in Beschlag genommen- richtig schön mit Blick auf die Mosel und die leider noch etwas kahlen Weinberge. Abends haben wir uns bei einem Italiener um die Ecke (naja, in Zell ist alles um die Ecke) den Bauch mit verdammt guter Pizza und Pasta vollgeschlagen (man stelle sich das vor: ich hatte nicht einmal mehr Platz für die Chips, die wir zur Feier meiner vollständigen Genesung mitgebracht hatten!) und uns danach im Bett mit Adrian Monk vor dem Fernseher geflätzt.

Samstag haben wir in aller Ruhe ausgeschlafen, sind dann um halb 1 Schwimmen gegangen (Pool ganz für uns alleine im 5. Stock mit tollem Blick auf die Weinberge) und gegen 1 habe ich angefangen mich hübschhochzeitstauglich zu machen. Duschen, Haare waschen, Haare fönen, eincremen, schminken, Handtasche packen, Strumpfhose anziehen, Rock anziehen, Top anziehen, Schuhe anz- Moment, wo sind meine Schuhe? Ach, bestimmt im Auto vergessen. Wie sich herausstellte, nein: in Bonn vergessen. Der Super-GAU! Viertel nach zwei bot sich Zell ein seltsamer Anblick: komplett in Abendgarderobe (übrigens das Silvesteroutfit) aber beschuht mit braunen Sneakers sprintet eine vollkommen aufgelöste Katharina D. durch die Zeller Innenstadt und sucht verzweifelt einen Schuhladen, der Samstags auch nach 12 Uhr noch geöffnet ist... natürlich vergeblich. Das Ende vom Lied war dann, daß ich in dunklen Jeans und braunen Turnschuhen zur Hochzeit gehen mußte (Rock und Sneakers sahen noch schlimmer aus) und somit hüftabwärts salopper angezogen war als die Gäste im Teenageralter und mich in Grund und Boden geschämt habe. Meine Begrüßung gingen dann ungefähr so:
"Hallo Silke und Stefan, eigentlichsollteichheuteimRockhierseinaber *Luftholen* ichhabemeineSchuhezuhausevergessen *Luftholen* unddeswegentrageichjetztJeansestutmir *Luftholen* schrecklichleidbittehasstmichnicht. ... Ach ja, und herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit.“
... und ich habe definitiv mehr gesessen als sonst üblich. Aber auch trotz Outfit-Faux-Pas war es ein richtig schöner Abend. Hier ein paar Bilder:

Wir beginnen mit Stefan und Silke (mit dem gerade frisch getauften Robin) beim Sektempfang- es waren frostig-windige 8°C draußen und Silke war in ihrem Kleid wirklich nicht zu beneiden (1:0 für meine Jeans), trug es jedoch mit bewundernswerter Fassung...

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Vom hervorragenden Essen (ich hatte Wildragout... hmmmmmm!!! Und das Tiramisu war so gut, daß mir die Kellnerin um halb 12 nochmal eine Portion aus der Küche geschmuggelt hat, weil ich wohl angesichts des abgeräumten Buffets so traurig geguckt haben muß) habe ich leider kein Foto -ich war zu sehr damit beschäftigt, es in meinen Mund zu befördern und mich um Nachschub zu kümmern- dafür aber um so mehr Bilder von das Tanzbein schwingenden Hochzeitsgästen:

Silke und Stefan beim Hochzeitswalzer (Stefan hat schon mal entspannter ausgesehen, aber es wurde immerhin niemand verletzt, ist ja auch schon mal was)...

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... Coco und Nico, wie immer total süß- man darf gespannt sein, was sie auf ihrer eigenen Hochzeit in ein paar Monaten zum Besten geben werden...

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... Coco mit Jan...

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(Nico ist eindeutig der bessere Tänzer)

... und Jan und ich- Glück für ihn, daß ich meine Nicht-Sitz-Intervalle so kurz wie möglich gehalten habe, sonst hätte ich ihn bestimmt nicht schon nach einem Tanz von der Angel gelassen!

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Der harte Kern um 4 Uhr morgens (Niko sitzt auch noch am Tisch, schläft allerdings zurückgelehnt und hinter Stefan unentdeckt auf seinem Stuhl...):

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Last but not least, eine Premiere: das erste Pärchenfoto, das je im Kantenknie-Universum veröffentlicht wurde:

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Fazit: die Hochzeit war super, vielen Dank und alles Gute nochmal an Silke und Stefan!
Der nächste Morgen präsentierte sich allerdings eher, hmm, durchwachsen: um 10 klingelte nach 5 Stunden KomaSchlaf der Wecker (warum verdammt noch mal sind Hotels so gästefeindlich, daß man immer vor 11 Uhr auschecken muß??) und damit kam auch der Kater zum Zuge- das halbvolle halb geklaute* Weinglas auf dem Nachttisch machte die Sache auch nicht besser. Naja, immerhin waren wir so schon um 1 wieder zuhause und haben den Rest des Tages auf der Couch verbracht.

Wenn man mal von dem frühen Auschecken absieht und der Tatsache, daß Frühstück bis 10 Uhr eine vollkommen utopische Zeit ist (11 Uhr wäre ja noch halbwegs okay, aber 10??? Wer ist denn am Wochenende schon vor 10 Uhr morgens so präsentabel, daß er/sie sich der Frühstücksöffentlichkeit präsentieren kann), kann ich unser Hotel absolut empfehlen. Wer sich ein nettes Wochenende machen und nicht länger als eineinhalb Stunden im Auto sitzen will, der kann sich ja mal auf der Webseite umschauen.
Übrigens war es das ersteMal für mich in einem katholischen Gottesdienst, und ohne jemandem auf den Schlips treten zu wollen- mein Ding war's nicht. Der Priester war zwar sehr sympathisch, daran hat's nicht gelegen... aber der Inhalt! Im Gegensatz zur eher liberalen Haltung bei evangelischen Gottesdiensten besteht die katholische Messe aus viel mehr Pflicht-Teilen: bekreuzigen, haufenweise auswendig gelernte Sachen aufsagen (denken die eigentlich noch darüber nach, was sie da sagen?), hinsetzen, aufstehen hinsetzen, aufstehen, hinsetzen (übrigens witzig wenn der Priester keine klaren Anweisungen gegeben hat und die Hälfte der Kirchenbesucher nicht weiß was jetzt gerade angesagt ist und sich hilfesuchend umschaut); der Priester bestreitet einen Großteil der Messe in einem Singsang; und für mich die Krönung des Ganzen, das absolute No-Go: "Wir beten für unseren Papst Benedict XVI" Tut mir leid, das geht gar nicht, für den bete ICH bestimmt nicht! Nicht solange lebenswichtige Verhütungsmittel noch auf dem Index stehen und gleichgeschlechtliche Ehen nicht durchgeführt werden. Ich wäre fast vorgetreten und hätte "Ich nicht!" gerufen (kleine Hommage an Monty Python), aber naja, ich habe mich gerade noch so zurücknehmen können. Jedenfalls, ich könnte auf keinen Fall in einer Kirche heiraten, in der von mir verlangt wird für einen Mann zu beten, der jährlich Zigtausende in den Aids-Tod schickt, Randgruppen ausgrenzt und sich aus der Schwangerschaftsberatung ersatzlos zurückgezogen hat.

* ich habe den Kellner gefragt, ob ich mein gerade gefülltes Weinglas mitnehmen darf, weil es doch eine Schande wäre, den guten Wein so verkommen zu lassen (ich glaube ich habe gesagt "kannich ds Glas minnehm, wär' doch schae um'n schön' Wein!"), und ich glaube, er war so froh uns von hinten zu sehen daß er nichts dagegen hatte. Deswegen nur halb geklaut.

10 April, 2008

Die vier L

Oh Freude über Freude! Am gestrigen Tag haben Ashlee Simpson (Die etwas weniger schreckliche Schwester von Jessica „Wurde von Pink im Stupid Girls-Video verarscht und zu Recht“ Simpson) und Pete Wentz (Bassist von Fall Out Boy, aber besser bekannt für seinen enormen Jahresbedarf an schwarzen Kajal, angeblicher Bisexualität und Nacktfotos, die von seinem Handy an die Öffentlichkeit gekommen waren) haben sich verlobt!!!! ...okay, ich gebe zu, es ist mir schnurzpiepegal, und ich hätte es auch nicht erwähnt, wenn nicht ein indiskretes Arschloch oder WichtigtuerFreund der Familie die folgende romantische Aussage an InTouch Weekly weitergegeben hätte: "Sie hat einen erstaunlichen Ring, und sie sind so verliebt“. Ich bin voll gerührt, und merke mir für die Zukunft: Ring = wichtiger als Grad der Verliebtheit, bzw.: wenn Ring geil, Verliebtheit geil. Und da Ashlee ja einen ganz tollen Ring hat wird das bestimmt die Ehe des Jahrtausends. Sorry, Lena...

Heh. Gwyneth Paltrow hat verkündet, daß die Paparazzi daran schuld sind, daß Britney Spears so verrückt geworden ist. Und damit nicht genug, sie bewies sogar, wie Recht sie hat und hüllte sich und ihren Sohn Moses (... der Bruder von Apple...) im Beisein von Paparazzi in eine Decke.

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Yup- hört auf die Frau, die weiß ganz offensichtlich wovon sie spricht.

Warum eigentlich freue ich mich darauf, wenn sogenannte Freundinnen zum Essen kommen? Die entpuppen sich als eine ganz neue Spezies- eine Kreuzung zwischen Heuschrecken, Faultieren und brandschatzenden Hunnen. Sie kommen, fressen alles was sich ihnen in den Weg stellt (ich glaube nicht daß sich in meiner Wohnung noch ein Krümel Schokolade finden läßt), konfiszieren alle drei Paar meiner heißgeliebten Hello-Kitty-Wohlfühlwundersocken und lassen sich bedienen („Kathrin, der Fernseher ist zu laut, mach‘ ihn leiser!“- und die Fernbedienung lag direkt neben ihr!). Und was dem Fass jetzt aber wirklich den Boden ausschlägt: sie trieben Schabernack mit meinen heißgeliebten Hello-Kitty-Wohlfühlwundersocken! Schabernack!! Aber immerhin haben sie sich dabei Mühe gegeben, denn ganz so einfach war die Vorbereitung nicht:

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Nach ein paar Minuten waren Füße und Beine aber dann doch erfolgreich sortiert, und das sah dann so aus:

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Okay, was red‘ ich- es war natürlich wie immer ein total netter Abend, unter Berücksichtigung der unverzichtbaren vier L: Lachen, Labern, Lästern, Laben. Jawohl, Laben- diesmal habe ich das Essen wenigstens nicht versaut –als ich beim letzten Mal kocht habe, damals für Steffi und Lena, hat uns die Senfsoße die Tränen in die Augen getrieben, so scharf war die. Wie auch immer, ein tiefes Loch in meinen Schokovorräten ist es mir wert, und hoffentlich können wir die guten Vorsätze einhalten und das jede Woche machen.

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09 April, 2008

Free Petey!

Oder laßt ihn drinnen verrotten, wäre vielleicht besser... aber vielleicht lieber von vorn, die Schlagzeile des Tages lautet:


Er hat seine Bewährungsauflagen aus einem seiner zahlreichen früheren Verhaftungen verletzt und jetzt hat ein Richter doch tatsächlich beschlossen, ihn einwandern zu lassen! Kann mal bitte jemand ein Thermometer in den Boden stecken und mir sagen ob die Hölle zugefroren ist? Ich würd’s ja selbst machen, aber ich bin einfach zu erstaunt und kann mich nicht bewegen. Warum? Weil der Typ ein Drogendelikt auf zwei Beinen und schon zig mal verhaftet worden, aber immer wieder freigelassen worden ist, weil... auch, weiß auch nicht warum, wahrscheinlich weil er der Macker von Kate Moss war. Naja gut, immer mit der Ruhe- jetzt werden Doherty’s Anwälte erstmal Berufung einlegen, und ob er wirklich in’s Kittchen wandert bleibt abzuwarten- ich glaube erstmal nicht dran, denn wo kämen wir denn auch hin, wenn plötzlich RockstarsB- und C-Promis eingesperrt würden, nur weil sie ein bißchen H gespritzt oder betrunken Auto gefahren sind? Haufenweise Klatsch-und-Trasch-Blogger würden ihren Betrieb einstellen müssen, und ich müßte mit Jan Schluß machen, um wieder über mein trostloses Singledasein schreiben zu können! Und das nur wegen solcher Lappalien! Nein, das darf nicht sein! Ich scheiße auf eine funktionierende Justiz!

08 April, 2008

Oh, ich lebe! Hava nagila!

Okay, jetzt mal ganz ohne Witz- zwei Meter weiter links, und ich wäre heute draufgegangen, ziemlich genau um 14:53. Nein, wirklich kein Scherz. Folgendes geschah: weil wir in der Firma eine neue Halle bauen werden, mußten in unserem Hof die Bäume gefällt werden- unter anderem auch die 25-Meter-Zeder, die relativ nahe an unserem Bürogebäude steht. Nachdem die ganzen kleineren Äste vom Baum runtergesäbelt worden waren, ging’s dem Baum an’s Eingemachte, also an den Stamm. Wir im Verkauf hatten mit unseren Büros –gezwungenermaßen- die besten Plätze, 1. Oberrang Mitte sozusagen. Es war ziemlich schnell klar, daß der Baum relativ nahe an unserem Gebäude entlang fallen sollte, aber anstatt uns vorsichtshalber zu evakuieren (oder uns gleich nach Hause zu schicken) haben unsere Planungsgötter beschlossen, uns nur vom Fenster wegzuwedeln- aber mal im Ernst, wir sind vier von Natur aus neugierige (und arbeitsfaule) Frauen, und wenn wir schon nicht nach Hause gehen dürfen, dann wollen wir wenigstens sehen, was uns umbringt. Naja, und wenn schon von einem Riesenbaum erschlagen werden, dann aber bitte mit Stil- und Süßigkeiten. Also, der Typ sägt, wir gucken, ich schicke mich an in mein Knoppers zu beißen, der Baum wackelt, die Oberaufseherin fuchtelt plötzlich ganz hektisch mit den Armen und schreit irgendwas, ich denke noch "Oh-Oh...“ ... und der Baum rauscht zwei Meter an unserem Fenster vorbei. RRRUMMS! Mir ist wirklich ganz anders geworden- es war total klar, daß da irgendwas schief gelaufen ist, das ging deutlich näher am Gebäude vorbei als geplant. Aber komisch- anstatt mich in Sicherheit zu bringen (ich hätte ja mit einem Satz über den Konferenztisch springen können) oder mich gar um das Wohlergehen meiner Kolleginnen zu kümmern (pfft!), dachte ich nur daran, daß ich mit einem Knoppers zwischen den Zähnen den Löffel abgeben würde. Aber bevor ich entscheiden konnte, ob Knoppers eine angemessene Wegzehrung über den Hades ist oder ob ich vielleicht doch lieber ein Mister Tom hätte essen sollen, war die Nahtoderfahrung auch schon wieder vorbei. Ein bißchen enttäuschend- kein helles Licht, kein vor meinem inneren Auge ablaufender Film meines Lebens... eigentlich war es ziemlich langweilig. Aber nachdenklich macht es mich trotzdem, es drängen sich einem auf einmal so profunde Gedanken auf... Zum Beispiel: sollte jemals eine Naturkatastrophe über mich hereinbrechen stehe ich wahrscheinlich mit offenem Mund da und staune mich in den Tod. Schrecklicher Gedanke!- ich bin ich eine von denen, die man in Katastrophenfilmen immer mit „selbst schuld, wer so doof ist und nicht wegrennt hat's auch nicht anders verdient“ beschimpft! Aber andererseits, viel mieser dran sind doch eigentlich die, die den halben Film auf der Flucht sind und sich den Arsch aufreißen, nur um eine halbe Stunde vor Schluß dann doch noch in’s Gras zu beißen. Ich spar' mir wenigstens die ganze unnötige Hektik.

07 April, 2008

Twinkle twinkle, shiny suit...

Oh nein!!!! die Erste:

Rettet dieses arme Hündchen! Okay, es ist ein schwarzer Glatthaardackel, aber trotzdem, er hat es nicht verdient, zusammen mit 101 Leidensgenossen in Cruella de Stone’s nächsten Fellmantel die Hauptrolle zu spielen!

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Oh nein!!!! die Zweite:

Es stimmt tatsächlich, NKOTB kommen zurück! Am Wochenende haben sie es in einer US-Fernsehshow bestätigt, und hier haben wir auch das erste Gruppenbild der 5 knackigen Jungsabgebrannten Männer:

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Steffi Rüter wird ausflippen! NKOTB selbst legen allerdings nicht so viel Begeisterung an den Tag, wenn man sich das Foto mal genauer ansieht... diese zwei hier (keine Ahnung wie die heißen) sehen jedenfalls jetzt schon total genervt aus aus. Nichts sagt „ich bin nur wegen der Asche hier“ besser als ein total angepisster Gesichtsausdruck. Kann ich gar nicht verstehen, wo doch die Anzüge so schön glänzen und so...

Also, die zweite Hälfte der ersten Dekade des zweiten Jahrtausends A.D. steht eindeutig im Zeichen der Wiederauferstehung totgeglaubter Bands und Filme: Take That, Spice Girls, Indiana Jones 4, Basic Instinct 2, Stirb Langsam 4, Rocky 6, Rambo 4, und jetzt also tatsächlich New Kids on the Block. Und ich kann sogar noch einen draufsetzen! Ich hatte mich letztes Jahr in der ganzen Take That-Aufregung gefragt, was denn eigentlich mit East 17 ist- die waren so ähnlich wie Take That aber irgendwie cooler weil Möchtegern-Hiphopper. Naja, sie hatten Baseballcaps auf, und zwar sogar schief! Definitiv viel cooler als Take That. Jedenfalls, lookee here: auch East 17 planen ein Comeback! Yay, yay, yippieh yippieh yay...

Oh nein!!!! die Dritte:

Was um alles in der Welt ist mit James Marsters passiert??? Könnt Ihr Euch noch erinnern, wie sexy der als Spike in „Buffy“ war? Der war der Einzige, den ich als Angel-Ersatz halbwegs –halbwegs!- akzeptiert habe... und nun sowas:

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Naja, ich halte mich an dem Gedanken fest, daß es einfach nur ein unglückliches Foto ist (schlechter Tag, schlechtes Licht) und daß James immerhin schon 45 ist.

Das soll’s dann aber auch mit "Oh nein!!!“s gewesen sein. Ich bin dann noch über ein ganz süßes (wie ich finde) Foto von Anna Paquin gestolpert...

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(was denkt Ihr- Zahnlücke süß oder nicht süß?)

... sowie über das Cover von Alanis Morissette’s neuem Album „Flavor of Entanglement“, das am 2. Juni veröffentlicht werden soll.

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Hat ein bißchen was von "Jagged Little Pill“, oder? Ich werte das als gutes Zeichen und freu‘ mich drauf.

Außerdem freue ich mich auch auf das Ende dieses Arbeitstages. Okay, ich bin heute erst zwei Stunden später auf der Arbeit gewesen und konnte auch 2 Stunden länger schlafen- aber trotzdem. Es ist Montag, das ist Grund genug, auch schon nach nur 2,5 Arbeitsstunden wieder nach Hause zu wollen. Ich habe momentan wieder einen Riesenhaufen Bücher, die alle unbedingt gelesen werden wollen, weswegen ich mich nur halbherzig über das miese Wetter momentan beschwere- es liefert immer wieder einen guten Vorwand, im Bett oder auf der Couch zu bleiben. Und seitdem ich entgegen des ärztlichen Rates auch wieder normal esse (man stelle sich das vor, auf meine Frage, was ich denn jetzt essen soll, antwortete Frau Doktor: „... hmm... also, nichts Fettiges... zerstoßene Heidelbeerblätter. Also Tee. Das stopft.“ Ja danke vielmals. Ich komme dann Ende der Woche nochmal zu Ihnen, dann aber wegen akuter Unterernährung. Heidelbeerblatt-Tee als Ernährungsgrundlage- Ärzte machen mir Angst. Naja, immerhin wird jetzt mein „Stuhlgang“ (was für ein beklopptes Wort!) untersucht und ich hoffe, es ist nur ein Virus- sonst steht nämlich etwas an, was ich an dieser Stelle allerdings nicht benennen werde. Das wird eh nicht passieren, da werde ich mich weigern und nach Ecuador auswandern; ich glaube, die liefern nicht aus.