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10 April, 2008

Die vier L

Oh Freude über Freude! Am gestrigen Tag haben Ashlee Simpson (Die etwas weniger schreckliche Schwester von Jessica „Wurde von Pink im Stupid Girls-Video verarscht und zu Recht“ Simpson) und Pete Wentz (Bassist von Fall Out Boy, aber besser bekannt für seinen enormen Jahresbedarf an schwarzen Kajal, angeblicher Bisexualität und Nacktfotos, die von seinem Handy an die Öffentlichkeit gekommen waren) haben sich verlobt!!!! ...okay, ich gebe zu, es ist mir schnurzpiepegal, und ich hätte es auch nicht erwähnt, wenn nicht ein indiskretes Arschloch oder WichtigtuerFreund der Familie die folgende romantische Aussage an InTouch Weekly weitergegeben hätte: "Sie hat einen erstaunlichen Ring, und sie sind so verliebt“. Ich bin voll gerührt, und merke mir für die Zukunft: Ring = wichtiger als Grad der Verliebtheit, bzw.: wenn Ring geil, Verliebtheit geil. Und da Ashlee ja einen ganz tollen Ring hat wird das bestimmt die Ehe des Jahrtausends. Sorry, Lena...

Heh. Gwyneth Paltrow hat verkündet, daß die Paparazzi daran schuld sind, daß Britney Spears so verrückt geworden ist. Und damit nicht genug, sie bewies sogar, wie Recht sie hat und hüllte sich und ihren Sohn Moses (... der Bruder von Apple...) im Beisein von Paparazzi in eine Decke.

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Yup- hört auf die Frau, die weiß ganz offensichtlich wovon sie spricht.

Warum eigentlich freue ich mich darauf, wenn sogenannte Freundinnen zum Essen kommen? Die entpuppen sich als eine ganz neue Spezies- eine Kreuzung zwischen Heuschrecken, Faultieren und brandschatzenden Hunnen. Sie kommen, fressen alles was sich ihnen in den Weg stellt (ich glaube nicht daß sich in meiner Wohnung noch ein Krümel Schokolade finden läßt), konfiszieren alle drei Paar meiner heißgeliebten Hello-Kitty-Wohlfühlwundersocken und lassen sich bedienen („Kathrin, der Fernseher ist zu laut, mach‘ ihn leiser!“- und die Fernbedienung lag direkt neben ihr!). Und was dem Fass jetzt aber wirklich den Boden ausschlägt: sie trieben Schabernack mit meinen heißgeliebten Hello-Kitty-Wohlfühlwundersocken! Schabernack!! Aber immerhin haben sie sich dabei Mühe gegeben, denn ganz so einfach war die Vorbereitung nicht:

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Nach ein paar Minuten waren Füße und Beine aber dann doch erfolgreich sortiert, und das sah dann so aus:

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Okay, was red‘ ich- es war natürlich wie immer ein total netter Abend, unter Berücksichtigung der unverzichtbaren vier L: Lachen, Labern, Lästern, Laben. Jawohl, Laben- diesmal habe ich das Essen wenigstens nicht versaut –als ich beim letzten Mal kocht habe, damals für Steffi und Lena, hat uns die Senfsoße die Tränen in die Augen getrieben, so scharf war die. Wie auch immer, ein tiefes Loch in meinen Schokovorräten ist es mir wert, und hoffentlich können wir die guten Vorsätze einhalten und das jede Woche machen.

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30 November, 2007

Backe backe Kekse

Ich weiß auch nicht, was momentan mit mir los ist- wenn ich nicht gerade meine Serien gucke, mich von übermächtigen Gegnern über einen Badminton-Platz scheuchen lasse, im Schwimmbad fast ertrinke oder versuche eine Wand hochzukommen, dann suche ich wahrscheinlich gerade nach neuen Rezepten im Internet und setze diese dann mit wechselndem Erfolg in die Tat um. Heute also (nachdem sich Tom beim Badminton nicht mal Mühe gegeben hat so zu tun als würde ich ihn auch nur ansatzweise fordern) habe ich es mir in den Kopf gesetzt, Erdnuss-Cookies zu backen. Es gab einst eine Zeit, da habe ich mich jeden Freitag abend in das Bonner Nachleben gestürzt und kam erst um 5 wieder nach Hause... jetzt backe ich, und so wie ich mich gerade fühle, werde ich spätestens um halb 11 im Bett sein. Aber ich schweife ab- das Thema des heutigen Blogs ist schließlich "Keksebacken" (morgen: "Streifenfrei Fensterputzen- Mythos oder Realität?") und nicht "Wo ist meine Jugend hin?". Also, Kekse, das letzte Mal, daß ich welche gemacht habe war ca. 1989, und ich konnte heute Abend zwei nützliche Erkenntnisse gewinnen:
  1. wenn im Rezept steht "Erdnüsse kleinhacken" beschränkt sich das Kleinhacken tatsächlich nur auf die Erdnüsse- nicht auf die Finger. Das hätte ziemlich übel ausgehen können, aber Gott sei Dank besitze ich nur stumpfe Messer.
  2. der Teig ist ja viel zäher als Kuchenteig! Ich gebe zu, ich hätte der kleinen Panikattacke ("Oh mein Gott, da ist ja wohl viel zu viel Mehl drin, wie kriege ich das jetzt wieder flüssig!!!") zuvorkommen können, wenn ich mir etwas mehr Gedanken gemacht hätte, aber nun gut. Man lebt, man lernt.
  3. wenn die Kekse gar sind, müssen sie raus. Den Gedanken "Ach, die können bestimmt noch 'ne Minute" sollte man komplett aus den Gehirn verbannen- ein Kuchen verzeiht einem das vielleicht noch, aber bei Keksen rächt sich das sofort. Wie ich bei meinem ersten Blech feststellen mußte, die sind nämlich am Boden deutlich dunkler und allgemein etwas zäher geworden als beabsichtigt. Die Dinger sind jetzt steinhart, aber das ist nicht ganz so schlimm- ich werde sie einfach mit zur Arbeit nehmen und sie als Erdnuss-Cantuccini ausgeben (das sind diese kleinen harten italienischen Kekse, bei denen man sich immer fragt, warum die immer so teuer sind). Und wenn meine Kollegen sie nicht essen wollen (oder können), leihe ich mir aus dem Werkzeugbau eine Metallsäge, zerkleinere damit die Kekse, bastle mir eine Zwille und beschieße mit den Stücken Mr. Mondsüchtig/Berufshypochonder/Tine Wittler oder/und den homophoben Sack nebenan.
Aber trotzdem- die Bleche 2 und 3 sind mir glaube ich ganz gut gelungen, auch wenn ich schwören könnte, daß sie länger im Ofen geblieben sind als das erste. Naja, das könnte vielleicht daran liegen, daß ich den Ofen alle 30 Sekunden geöffnet und die Unterseite der Kekse begutachtet habe.

26 November, 2007

Ist die Hölle zugefroren??

Zunächst einmal möchte ich vorausschicken, daß ich selber nicht weiß, wie das geschehen konnte. Ich scheine manchmal nicht ganz Herrin meiner Handlungen zu sein- das ist jedenfalls meine Erklärung dafür, daß ich mir vorhin Britney Spears' neues Album runtergeladen habe. Aber jetzt kommt's- ich fand es überhaupt gar nicht schlecht!* Ja klar, man hat ihre Stimme so oft durch den Synthesizer genudelt, daß sich Paris Hilton's Album daneben wie ein "Unplugged"-Album anhört; und das Album ist wie bei den Pussycat Dolls ein 1A-Beweis dafür, daß man nicht singen können muß, wenn man gute Producer hinter sich hat (Britney hat sich hierfür z. B. die Neptunes geholt); aber... naja, es ist definitiv guter Pop. Es wird das Musikgenre nicht revolutionieren- aber es ist tanzbar und macht Spaß. Vor allem, wenn ausgerechnet Britney sowas singt wie "I'm not ashamed of my beauty"- von der Sorte gibt es ein paar Lacher auf der Scheibe, es lohnt sich also sogar auf den Text zu achten. Warum "Gimme More" als erste Single ausgekoppelt wurde kann ich nicht verstehen, das ist nämlich der langweiligste Track auf der Scheibe.
Ebenfalls neu draußen und ebenfalls überhaupt gar nicht schlecht: Kylie Minogue's neues Album "X". Im Gegensatz zu Anastacia verzichtet sie dankenswerterweise auf "Ich bin eine Überlebende!"-Songs und jegliches musikalisches Hadern mit Gott und macht das was sie am Besten kann: spaßigen Synthiepop. Dabei wird ihre Stimme ebenfalls bis zur Unkenntlichkeit durch die Synthesizer gejagt- ähnlich an wie Britney Spears, nur daß das bei Kylie als 'genial' anerkannt wird und bei Britney alle auf ihr herumhacken. Aber bevor ich mich hier anhöre wie ein Britney-Fan; Kylie hat eine Zillion mal mehr Klasse als dieses Mädchen aus dem Trailer Park.

Sonst habe ich dieses Wochenende nicht viel gemacht: Freitag war ich nach der Arbeit beim Badminton; Samstag hatte ich Muskelkater, war einkaufen, habe sämtliche schon seit langem vor sich hinsterbenden Pflanzen in der Biotonne beerdigt (ich trauere um eine Bergpalme, einen Rosmarin, einen Thymian, und um Liar, das lügende Einblatt... sie wurden alle maximal 1 Jahr alt und hatten vermutlich schon von vorneherein keine Chance) und durch neue Todeskandidaten ersetzt (ein neues Einblatt namens "Liar die Zweite", eine Bergpalme namens "Bergpalme die Zweite" und eine noch namenlose Areca-Palme ["Areca die Erste"?]- morituri me salutant) und bin mit Seb und Sven in die Spätvorstellung von "Der Sternwanderer" gegangen (manche Filme kann man einfach nicht oft genug sehen!); und Sonntag habe ich gebacken (Joghurtkuchen), gekocht (Hähnchengulasch mit Spätzle, ich bin jetzt noch voll), in meiner Wohnung aufgeräumt und 5 Folgen "4400" geguckt. Rock 'n Roll Lifestyle at its best.

* Ich mußte vorsichtshalber schnell nochmal ein paar Sachen von Cake hören, um sicherzugehen, daß ich sie immer noch so genial finde. Ich hatte schon gefürchtet, daß sich mein Musikgeschmack nicht über Nacht auf- und davongemacht hat

28 Oktober, 2007

Ich bin NICHT Izzie Stevens!

Okay, ich habe heute noch vor 12 Uhr mittags süße Crèpes gemacht, und Crèpes mit zwei verschiedenen Füllungen, und einen Fischgratin... aber erstens kann Izzie nicht kochen, sondern nur backen, und zweitens schlafe ich nicht mit meinem verheirateten besten Freund! Und drittens habe ich nicht diese ganze Kocherei veranstaltet, weil es mir schlecht geht, sondern... naja, es ist eine Kombination aus Hunger (1), unpräzisen Internetrezepten (2) und einem Vaterkomplex (3).
Ich bin um 9 Uhr aufgewacht und hatte Hunger auf Crèpes (1). Ich habe allerdings noch nie selbst welche gemacht, also habe ich mir aus dem Internet ein Rezept rausgesucht. Wie sich herausstellte war ich nach zwei Crèpes schon satt und hatte ich dann dreimal zuviel Teig (2). Da mein Vater ein Nachkriegskind ist und uns mit drakonischen Maßnahmenväterlicher Liebe dazu erzogen hat, keine Lebensmittel wegzuschmeißen, mußte ich eine Verwendung für den Teig finden (3). Also habe ich beschlossen, Crèpes mit Schinken-Käse-Füllung zu machen, die kann man nämlich einfrieren, später auftauen und im Ofen mit Käse überbacken). Dafür habe ich Béchamel-Sauce gemacht, allerdings auch hier wieder viel zu viel, also habe ich noch Fisch und Nordseekrabben aufgetaut und daraus die Füllung für die letzten beiden Crèpes gemacht. Vom Fisch war dann aber auch wieder zuviel übrig, also habe ich daraus dann einen Fischgratin gemacht- den ich irgendwann in zwei Tagen essen werde, wenn ich wieder Hunger habe. Momentan bin ich nämlich voll hoch 10, weil man diese verdammte Béchamel-Sauce dauernd abschmecken muß, weil sie entweder sonst total fad oder versalzen schmeckt.
Naja, vielleicht habe ich ja auch wieder Appetit, wenn ich das Chaos in der Küche beseitigt habe. Und wenn das nicht reicht, kann ich es ja mal mit meinem Schlafzimmer versuchen. Veri hat es am Donnerstag zu Gesicht bekommen (vor Operation Blackpool), und naja, die gute Nachricht ist wohl- sie wird nie wieder Komplexe haben, mich in ihre Wohnung zu lassen, egal wie unaufgeräumt es da auch aussehen mag. Jedenfalls sieht es darin noch schlimmer aus als in der Küche...

Operation Blackpool: am Donnerstag sind Lena, Veri und ich zu Steffi nach Wuppertal gefahren, wo sie gerade zusammen mit einer dummen SchlampeKuh Blockunterricht hat, um Steffi gegen eben dieses Subjekt weiblichen Zickenterrors beizustehen. Irgendwie habe ich es allerdings geschafft, die Zielperson den ganzen Abend über nicht zu sehen, ich war nämlich ständig abgelenkt. Wir waren im "Alpenmax" unterwegs, und der Laden ist genauso wie es der Name prophezeit. Von den ganzen -netten- Polizeianwärtern abgesehen lief da die größte Ansammlung von Bauern rum, die ich seit dem "Hippodrom" gesehen habe (ca. 1999); die Musik war übel; in die wenigen guten Lieder hat der DJ ständig reingeredet; ABER naja, alle Getränke nur 1 €, auch Longdrinks (auch sowas habe ich zuletzt in den 90ern erlebt, dmaals halt nur in DM). Jedenfalls eine faszinierende Mischung- "Back to the 90s" meets "Dorffest" meets "Alkohol to go". Seltsamerweise waren wir alle gar nicht so betrunken, wie man meinen sollte (angesichts der Dorftrottel/schlechte Musik/BilligAlk-Combo)- am nächsten Tag haben wir uns alle katerfrei wieder auf den Heimweg gemacht. Also, Operation Blackpool an sich war vielleicht ein Schlag in's Wasser, da die Zielperson zu früh zum taktischen Rückzug geblasen hat, aber es hat trotzdem Spaß gemacht.