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25 März, 2008

Hat Jesus nicht schon genug gelitten?

Halbwegs passend zum Ostermotto hier etwas nächstenliebliches: vor ein paar Wochen wurden Britney Spears und Mel Gibson zusammen in einem Restaurant gesichtet, und mittlerweile weiß man angeblich auch warum: Gibson will Britney dafür gewinnen, in seiner Kirche (Church of the Holy Family) zu singen. Und das bei den eh schon steigenden Zahlen der Kirchenaustreter, da steht ja direkt noch mal eine weitere Abwanderungswelle bevor! Und wer profitiert möglicherweise davon? Scientology. Alles was Tom Cruise jetzt tun muß ist zu versprechen, daß Britney Spears niemals bei Scientology singen darf, so wahr ihm Xenu helfe, und schon hätten die ehemals guten Christen einen Grund, in diesen sicheren Hafen überzulaufen.

Hach ja, Religion, geiler Stoff eigentlich- Opium für’s Volk und so. Obwohl, mittlerweile hat man TV statt Opium: günstiger, leichter zu bekommen, legal (obwohl einige Sachen verboten sein müßten) und marginal gesünder, und funktionieren tut‘s auch super. Gestern und vorgestern zum Beispiel haben wir stundenlang vor’m Fernseher gesessen, und ich weiß gar nicht mehr, was wir geguckt haben. Oh doch, Moment: Madagaskar mit King Kong in den Werbepausen (Madagaskar war super –Melman’s Blähungsgesicht!-, King Kong noch langweiliger als mir immer erzählt wurde), bruchstückhaft erinnere ich mich auch noch an eine Haidoku, den Anfang von Stirb Langsam 3, den James Bond mit Grace Jones, House of Wax (weil gerade Paris Hilton im Begriff war umgebracht zu werden, war super!), und das war’s. Fairerweise muß dazugesagt werden, daß wir nicht nur faul waren: gestern waren wir Badmintonspielen und am Sonntag trotz Kater (waren Samstag bis 3 Uhr im Billa-Bonn) beim Badminton-Playoff-Halbfinale in Beule. Dazu muß ich sagen, daß ich nie gedacht hätte, daß die Stimmung beim Badminton so gut sein würde- da war richtig was los! Ganz toll wenn man verkatert ist, aber die Spiele waren so spannend daß ich trotz Lärm, Kopfschmerzen und Nachdurst unmöglich vorher gehen konnte. Seufz... ich habe noch viiieeel zu lernen...
Übrigens, wer hätte gedacht, daß ich mit meiner Wettervorhersage "Weiße Ostern" tatsächlich Recht behalten würde? Sogar in Bonn City war gestern lustiges Schneegestöber angesagt, und heute wehen immer noch Schneeflocken an meinem Fenster vorbei. Verrückt, aber naja, wir können es ja auch nicht ändern.

Zum Abschluß dieses Posts endlich mal wieder eine Neuigkeit aus der Werbebranche, die des Kantenknies Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Diesmal haben sich die Werbegenies von Ford hervorgetan mit ihrem neuen Slogan, der da lautet "Ford. Drive one.“ Der Geniestreich wurde übrigens in monatelanger Zusammenarbeit mit den Ford-Händlern entwickelt, und es ist erstaunlich, was man anscheinend mit einem Millionenbudget alles NICHT kaufen kann. Aber naja, so schlecht ist der Slogan gar nicht, man sollte nämlich bedenken, daß diese im nächsten Monat anlaufende Werbeoffensive nämlich in den USA laufen wird, und da sollte man die Zielgruppe (männlich und Amerikaner) bekanntlich nicht überfordern. „Simpel halten“ ist ein Erfolgsrezept (siehe George W. Bush- der ist simpel und war 8 Jahre lang Präsident), und möglicherweise ist die Kombination „Produktname / Befehl“ in drei Silben genau das Richtige. Und wenn das noch nicht offensichtlich genug ist, kann man den Slogan immer noch steigern: "Ford. Buy one.". Eine Perle der Werbekunst!

12 Dezember, 2007

Von Wasser zu Wein, und von Sch...

Hehehe... Wenn man nicht weiß, was man mit seinem Geld anfangen soll, warum nicht Pillen kaufen, die das A-A vergolden? Man legt 425 $ auf den Ladentisch, schluckt die Kapsel, die mit 24-karätigem Blattgold gefüllt ist, und schon hat man, äh, goldenen Stuhl. Hört sich nach Ente an, dachte ich auch, und deswegen habe ich auch ein bißchen recherchiert und es sprachen auch alle Anzeichen dafür, daß es sich hier wirklich um eine Ente handelt. Ich habe also die Suche aufgegeben (muß ich mich halt nach anderen Weihnachtsgeschenken umsehen) und wollte das Ganze schon vergessen, bis ich dann allerdings Paris Hilton’s neuestes Werbebild für Rich Prosecco gesehen habe:

Photobucket - Video and Image Hosting

A-ha! Dieses Bild beweist gleich zwei Dinge:
  1. es gibt die Pille wirklich, und
  2. sie macht tatsächlich aus Scheiße Gold.
Apropos Gold: "Der Goldene Kompass“ entpuppt sich als ziemlicher Flop an den Kinokassen. Am Eröffnungswochenende hat der Film statt der erhofften 40 Millionen Dollar nur knapp über 26 Millionen eingespielt. Ziemlich blöd für die New Line Studios, weil der Film 150 Millionen $ gekostet hat- wahrscheinlich 50 Millionen $ für‘s Werbebudget, und die täglichen Botox-Injektionen für Frau Kidman haben bestimmt auch ein ordentliches Loch in’s Portemonnaie gerissen. Bei der Frau bewegt sich oberhalb der Augen nichts mehr, n-i-c-h-t-s! Aber naja, erstaunlicherweise konnte sie trotzdem noch ein paar Gefühlsregungen überbringen, ich jedenfalls fand Nicole Kidman hier mal gar nicht so schlecht (obwohl ich wirklich kein Fan von ihr bin). Eigentlich schade, daß der Film nicht besser geworden ist- die Chancen auf Film 2 und 3 sind ziemlich geschrumpft, dabei hätte ich echt gerne mehr von Kidman und ihren Nazi-Katholiken gesehen, und außerdem wird die Trilogie erst im dritten Teil so richtig ketzerisch, und ich liebe es ja, wenn sich die katholische Kirche über etwas aufregt.

14 August, 2006

Linkes Auge blau, rechtes Auge blau...

Naja, ganz so schlimm ist es nicht- ich habe nur ein blaues Auge, und zwar rechts. Mein erstes blaues Auge... ich bin ja so stolz, ich denke, ich mache nachher ein Foto, wenn ich wieder zuhause bin. Die Neuigkeit hat sich wie ein Lauffeuer rumgesprochen, und innerhalb von einer Stunde kursierten verschiedene Gerüchte:

A) ich habe mich geprügelt.

Anscheinend hatte ich doch Erfolg beim Aufbau meines Dirty-Streetfighter-Images zwecks Erhöhung meiner Durchsetzungskraft im Betrieb. Man munkelt, ich hätte vor lauter sexueller Frustration eine Frau vermöbelt, weil ich auf deren Mann scharf war.

B) ich wurde von meinem Freund verprügelt.

Dieses Gerücht kursiert natürlich nur in den Kreisen, in denen man mich sehr wenig bis gar nicht kennt- sonst weiß schließlich jeder, daß ich ein Loser bin und gar nicht erst in der Lage, mir überhaupt einen Freund zuzulegen, ganz zu schweigen von einem Brutalo.

C) Ich hatte eine Sexpanne.

Seit meiner blauen Nase, die ich mir letztes Jahr unter etwas schlüpfrigen Umständen zugezogen hatte, vermutet insbesonders der Versand wieder eine ähnliche Geschichte. "Wenn Sado-Maso-Spielchen in’s Auge gehen", so in der Richtung. Hallo-o! Für eine Sexpanne braucht man zunächst einmal jemand Sex! Die Leute denken einfach nicht nach.

Ich hingegen hülle mich nach einem ersten vergeblichen Erklärungsversuch in Schweigen- glaubt mir schließlich eh keiner, daß ich lediglich mit meiner Badezimmertür kollidiert bin, die überraschenderweise nicht zu war, sondern hinter meinem Rücken lautlos wieder aufgeschwungen ist. Warum nimmt mich eigentlich niemand ernst?! Ich seh‘ das schon kommen, ich werde irgendwann mal ankündigen, daß ich Krebs habe oder sonstwas Schlimmes, und keiner wird mir glauben und ich bekomme nur ein "Guter Witz, Kathrin!" zurück. Ich denke, ich sollte an meiner Glaubwürdigkeit arbeiten, anscheinend habe ich den Ruf, über alles Witze zu machen und nichts ernst nehmen zu können; das ist das Fazit dieses ziemlich mißratenen Wochenendes.

Der Azubi tut mir leid, der traut sich jetzt nämlich noch weniger, mich anzusprechen. Erstens weil er neu ist, zweitens weil ihm anscheinend das ganze Auslands-Ding unheimlich ist, drittens weil ich ihm Auslandsrechnungen zu schreiben gegeben habe (da wäre er vor Schreck fast in Ohnmacht gefallen), und jetzt ist da auch noch das blaue Auge... Es ist irgendwie nervig, wenn man jemanden anspricht und derjenige jedes Mal zusammenzuckt.

Aber kommen wir nun zu etwas völlig anderem, nämlich zur Kategorie:

Bester Werbeslogan des Jahres!

Eigentlich ist es immer langweilig, die Werbeblöcke zwischen der "Nanny" zu gucken- lauter Spots für die Zielgruppe "Frau", also Waschmittel, Putzmittel, Kochzeugs, bunte Kleinwagen, Windeln... aber jetzt gibt es etwas völlig Neues! Ich konnte zuerst gar nicht glauben, was meine Ohren da gehört haben wollten- da bewirbt nämlich Clearblue seinen neuen digitalen Schwangerschaftstest mit dem Slogan

"Die größte technologische Innovation, auf die ein Urinstrahl treffen kann!"

Seitdem ich den Spot am nächsten Tag allerdings noch einmal gesehen habe, ist kein Zweifel möglich- und ich finde, daß sich die Firma Clearblue damit die Auszeichnung "Bester Werbeslogan des Jahre" redlich verdient hat!! Wer sich den Mist ausgedacht hat, dem haben sie wohl anscheinend in's Hirn gepinkelt, anders kann ich mir das nicht erklären.

Fast so gut wie die mittlerweile notorischen Radiospots von "Seitenbacher-Müsli" (die habe ich schon vor 2 Jahren mal erwähnt, allerdings habe ich damals den Link zur Seite vergessen, wo man sich die Prachtstücke anhören kann, wann immer man etwas Aufheiterung braucht- dies sei hiermit nachgeholt), die übrigens vom Chef persönlich gesprochen werden. Ein hervorragendes Beispiel für "am falschen Ende sparen".

Am richtigen Ende angepackt hat hingegen der Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (den Namen kannte ich übrigens noch gar nicht, ist aber bestimmt Bayer), um einem deutlichen Mißstand in der Bundeswehr ein Ende zu setzen. Der Artikel ist zwar schon etwas älter, soll aber nicht in Vergessenheit geraten- ich finde, es soll auch mal erwähnt werden, wenn die Jungs und Mädels in Berlin mal was richtig machen! Es darf ruhig auch mal gelobt werden, wenn ein Minister nicht den Blick für's Wesentliche verliert!

Bleh. Meine ganze rechte Gesichtshälfte tut weh, ich bin meinen Kater auch mehrere Stunden nach dem Aufstehen immer noch nicht losgeworden, ich will nach Hause, alles abdunkeln, mich wieder mit "Noir Désir" und einem Zentner Plus-Riffel-Chips in's Bett verkriechen und frühestens 2008 wieder auftauchen. Aber nein, Sabine ist im Urlaub, und ich bleibe wo ich bin. Außerdem wäre ein Zentner Chips nur 250 Tüten, und das recht nicht bis 2008- höchstens bis Ende 2006. Wenn ich mich einschränke.

15 November, 2004

Ausnahmsweise mal gute Werbungen

So, heute werde ich mal los, was ich schon seit längerem loswerden wollte:

Damit nicht immer der Eindruck entsteht, ich sei nur Anti-Werbung eingestellt, hier ein paar Werbungen, bei denen ich mich nicht vor Schmerzen winde:

Renault: Die ganzen „Tu‘ nicht so erwachsen“-Werbungen sind einfach nur cool.

Hornbach: Yippie ya ya yippie yippie ya, sag‘ ich da nur...

VW: Der verdurstende Mann an der Tankstelle, das rot anlaufende Kind, der Polo, der sich gegen eine führerlose Dampfwalze stellt- Klassiker!

OBI: Der Typ, der seinen Blätter-Fön (wie heißen die Dinger eigentlich??) in den Rasen steckt und so die Maulwürfe aus der Erde bläst (nichts für Tierschützer!).

IKEA: Eigentlich sind da alle Werbungen gut. Letztes Jahr revanchiert sich das Kind für die hübsche Unterhose, dieses Jahr schlägt die Mutter zurück.

Nike: der Spot, in dem ein Typ seinem selbständig gewordenen Hot-Dog-Stand durch die ganze Stadt hinterherrennt- ein Brüller!

Meister Proper Waschmittel- Ja ja, sogar eine Waschmittelwerbung hat’s geschafft. Aber nicht wirklich, weil sie so gut ist, sonder eigentlich eher, weil sie nicht grottenschlecht ist, sondern man sie sich angucken kann, ohne an akuter Übelkeit zu erkranken. Es tut mir leid, aber ich finde die kleinen Nemo-Socken süß. Aber ich bin ja auch ein Mädchen.

Und da wir schon bei den Werbungen aus der Rubrik "Uncool und trotzdem gut" sind:

Württembergische Versicherungen: der Fels in der Brandung und der Gigolo als Altenpfleger.

Und natürlich auch die „Wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden“-Werbung. Und da soll man sich nicht mit Grausen an den ätzenden Bauspar-Fuchs erinnern (ist der eigentlich der große Bruder vom Spee-Fuchs? Manche Fuchspaare sollten eben keine Kinder bekommen dürfen)?? *shudder*


Und damit ich nicht allzu enthusiastisch klinge- grottenschlechte Werbungen sind zum Beispiel Werbungen für Haargel. Samt und sonders. Am schlimmsten sind die Shockwaves-Werbungen; die einzige angemessene Strafe für die Verantwortlichen wäre, sie zu zwingen mit diesen Frisuren tatsächlich rumlaufen zu lassen. Ich schwöre hoch und heilig- wenn ich auf der Straße oder sonstwo jemals in meinem Leben jemanden sehe, der so rumläuft, höre ich nie wieder auf zu lachen. Oder zu weinen.

An Obermiesigkeit nicht zu überbieten sind auch die Melitta-Harmonie-Werbungen: die mit dem Vater, dem alles egal ist, solange er nur seine Dosis Koffein bekommt, und dessen Sohn, der vor lauter kaffeekochen nicht mehr dazu kommt, zu lernen, und der deswegen immer Sechsen mit nach Hause bringt. Aber das kratzt den Vater auch nicht, weil er ja seinen Kaffe trinkt. BLERCH!!!


Des Weiteren habe ich eine Produktempfehlung an all diejenigen, die wie ich auf die Nivea-Seidenschimmerlotion reingefallen sind- das ganze Seidenschimmerzeugs klebt an den Handflächen und sonst nirgends. Dabei gibt es eine ähnliche Lotion von Dove, die praktischerweise auch nur einen Bruchteil kostet- und die hinterläßt tatsächlich einen ganz leichten Schimmer. Zwar nur, wenn die Sonne aus einem ganz bestimmten Winkel drauffällt und man die Augen zusammenkneift, aber immerhin.

Was ich übrigens gar nicht weiterempfehlen kann, ist die Balea-Bodylotion- irgendwie riecht die komisch, und wenn man den ganzen Tag mit einem Geruch in der Nase rumlaufen muß, den man nicht mag, dann ist das schon ziemlich nervig. Aber Gerüche sind ja bekanntlich subjektiv. Aber wo wir schon mal bei Bodylotions und Geruch sind (na, schlaft Ihr schon alle?), ich finde ja immer noch, daß die normale Nivea-Bodylotion immer noch am angenehmsten riecht.

Übrigens esse ich gerade Alpia Pfefferminzschokolade und irgendwie schmeckt die komisch. Mal gucken, unter welchen Kollegen ich die verteilen kann...

07 Juli, 2004

Werbeupdate

Einige Werbungen wurden im ersten Durchlauf schmählich von mir vernachlässigt. Hierfür möchte ich mich nachträglich zutiefst entschuldigen und schiebe hiermit einige andere Werbungen hinterher, die es ebenso verdient haben, hier erwähnt zu werden, wie Storck, Ferrero & Co.
Werbungen mit Heidi Klum: ich dachte ja, daß es schon schlimm genug ist, daß Heidi Klum Katjes Joghurtgums isst, die sie vorher zwischen den Zehen stecken hatte- aber das ist nichts im Vergleich zur Silk Épil-Werbung! Bin das nur ich, oder ist es wirklich total ekelig, wenn sie ihrem kleinen Wischmopp-Köter androht, ihn zu epilieren?? Wo ist die PETA wenn man sie mal braucht?!

Perwoll: Ja, die Perwoll-Werbungen hätten auf gar keinen Fall hier fehlen dürfen. Jeder weiß, was ich meine: diese Frauen in ihren neuen, NEIN!!, mit Perwoll gewaschenen Pullis, die praktischerweise zufällig IMMER eine 5-Kilo-Packung Perwoll in ihrer Handtasche dabeihaben, die sie dann jedem dahergelaufenen Kerl in die Hand drücken. Ja, sind die denn so froh darüber, das Perwoll wieder loszuwerden?? Und als ob sowas Männern überhaupt auffallen würde! Naja, sicherheitshalber habe auch ICH mal Perwoll mit mir herumgeschleppt in der Hoffnung, so vielleicht Männer kennenzulernen (man darf schließlich nicht unversucht lassen!), aber nichts. Allerdings habe ich jetzt Schwierigkeiten mit den Bandscheiben. Hrmpf!

Der Gerechtigkeit halber muß ich allerdings auch ein leuchtendes Gegenbeispiel liefern: Werbung von Hilcona- „Deutschland macht Platz im Kühlschrank“. Jede Einstellung ein Treffer, wirklich. Warum, o warum kann Werbung nicht immer so sein.

Ich habe außerdem noch Beschwerden erhalten, weil ich die ganzen Jamba-Monatspakets-Handy-Klingelton-Werbungen nicht erwähnt habe. Also bitte. Es versteht sich ja wohl absolut von selbst, daß sowas es überhaupt gar nicht erst verdient hat, auf dieser ehrenwerten Homepage zu erscheinen.

27 Juni, 2004

WERBUMM!

Werbung. Ohne sie gäbe es viele Privatsender nicht, und wir müßten auf viele tolle Serien verzichten, andererseits wären uns auch viele Dinge erspart geblieben, die wir wohl alle besser nicht gesehen hätten. Ich persönlich finde, das Pro und Contra hält sich hier die Waage, und deswegen möchte ich hier mal an ein paar Werbespots erinnern, die es sich einfach mal verdient haben, erwähnt zu werden.

Die Frau in der O.B.-Comfort-Werbung (die früher immer vor den „Gilmore Girls“ lief) ist nicht nur zu blöd, sich einen Wollpulli über den Kopf zu ziehen, nein, sie entscheidet sie sich aus Bequemlichkeit auch noch für ein locker-leichtes Sommerseidenkleidchen und wird sich somit eine Lungenentzündung einfangen. Schließlich ist es ja so kalt, daß sie eigentlich einen Wollpulli angezogen hätte, wenn sie dafür nicht zu blöd gewesen wäre. Und wenn diese Frau dann an ihrer Lungenentzündung stirbt, dann nennt man das, liebe Kinder, die natürliche Auslese. Die Alten, Jungen, Schwachen und Doofen sterben zuerst.
Und wo wir schon mal bei O.B. sind- ich werde es nicht müde, immer wieder an den ersten Spot für die neue Tampon-Generation zu erinnern, den Tampon mit den geschwungenen Rillen! Einen Tampon mit Gewinde zu erfinden, war ein Geniestreich! Mir hat zwar die Erklärung des Herstellers nicht so ganz eingeleuchtet (daß der Tampon dadurch aufnahmefähiger sein soll), aber die Idee, sich den Tampon jetzt in die Mumu schrauben zu können, das finde ich wirklich toll. Nicht nur, daß der Tampon so mit Sicherheit viel besser sitzt, nein, es wird den modernen Frauen von Heute noch dazu auch ein Mindestmaß an handwerklichem Grundwissen vermittelt! Und das, liebe Freunde, das nenne ich „Fortschritt“.

Übel fand ich damals auch die Hohes-C Werbung mit der "blöden Ziege". Nicht auszudenken, was das zusammen mit der immer kürzeren Aufmerksamkeitsspanne der Kinder anrichten wird. Ich seh‘ die Blagen jetzt schon Steine lutschen, weil sie es nicht fertigkriegen, sich die Werbung bis zum Schluß anzugucken und somit ganz verpassen, wie der nette Papi den netten Jungen darüber aufklärt, daß er ja auch einfach nur Hohes C trinken kann. Das ist nämlich genauso toll wie Steine lutschen.

Wegen mutwilliger Irreführung des Publikums sollte man übrigens auch die ‚Maitres Chocolatiers‘ von Lindt einbuchten- ich kann es mir zwar fast nicht vorstellen, aber da sich die Menschen schon seit jeher darin überschlagen, sich gegenseitig an Blödheit zu übertreffen, ist wahrscheinlich sogar DIES möglich: daß einige Menschen tatsächlich glauben, daß die Lindt-Produktion in sonnendurchfluteten Hallen stattfindet, in denen distinguierte reifere Herren in weißen Kochmützen kleine Blechglöckchen auf roten Samtkissen herumtragen und diese dann liebevoll kleinen Schokoladenhasen (verzeihung, Chocoladenhasen heißt das ja bei Lindt, den Lindt ist überaus fein und traditionell) umhängen, unter dem bewundernden und stolzen Blick weiterer distinguierter, reiferer Herren in weißen Kochmützen. Ehrlich, so haben mich noch nicht mal meine Eltern angesehen, als ich mein Abi bekommen habe. Naja, wahrscheinlich bin ich nur neidisch auf diese Chocoladenhasen. Und was bitteschön ist dieses "Conchieren"? Dieses re-vo-lu-tio-näre Verfahren, bei dem -haltet Euch fest!- Schokolade... in einem Behälter... rumgerührt wird!!!!

Im Prinzip gilt das Gleiche auch für die Landliebe-Werbung. Ich persönlich bin ja eher skeptisch, daß da die Landliebe-Frau wirklich hinterm Holzfass steht und mit viel Liebe unser aller Joghurt rührt. Aber es gibt bestimmt ein paar arme Seelen, die nicht so schrecklich zynisch sind wie ich. Ha, Landliebe-Werbungen! Auch alle durch die Bank grottenschlecht! Ich möchte insbesondere an diesen kleinen doofen Jungen zurückerinnern, der in einer Seifenkiste einen Berg herunterbrettert und erst unterwegs merkt, daß es ja doch eine gute Idee gewesen wäre, eine Lenkung einzubauen. Glücklicherweise endet im Landliebe-Universum ein Frontalcrash einer wackeligen Seifenkiste in voller Fahrt mit einem Baum nur mit einem kleinen, schüchternen Bumms und einer schmollend vorgeschobenen Unterlippe des kleinen doofen Jungen (Ich glaube, er sagt auch noch "Aua.“ Richtig: mit Punkt, nicht mit Ausrufezeichen. "Aua.“). Und Mami, die sich kurzzeitig von ihrem Joghurt-Rühr-Fass losgeeist hat, um ihrem Schatz zuzusehen, kommt angerannt, streicht dem kleinen doofen Jungen liebevoll über das –natürlich blonde- Haar, gibt ihm einen frisch handgerührten Sahnepudding und alles ist wieder gut.

Überhaupt sind Joghurtwerbungen immer dankbare Opfer. Zum Beispiel die Zott Jogolé-Werbung, in der vier schlanke, fröhlich-bunt angezogene, lustig durch die Gegend hüpfende und Handtaschen wild in die Luft schleudernde Frauen Anfang/Mitte 20 sich über einen Bodybuilder-Jogger amüsieren. Zu dieser Werbung fällt mir zwar im Moment keine großartige Pointe ein, dennoch hat sie es sich wahrlich verdient, hier erwähnt zu werden.

Und wer hätte es jemals für möglich gehalten, einmal eine Werbung für eine bestimmte Kiwi-Marke zu sehen? Hell, ich wußte noch nicht mal, daß es einzelne Kiwi-Marken überhaupt gibt, aber naja, die Dinger sind grün und sollen auch noch gesund sein, also kann ich davon ja auch keine Ahnung haben. Jedenfalls, ohne Zespri-Kiwi ist man blond, kurzhaarig und vital, aber MIT Zespri Kiwi hat man lange dunkle Locken und ist noch viel viel vitaler. Toll, nicht? Und ich dachte immer, dafür müßte man viel Geld beim Friseur ausgeben (Extensions, Farbpackungen und Dauerwelle) aber nein, man muß nur Kiwis essen. Und zwar von Zespri.

Hach ja, und dann ist da ja auch noch die Frau aus der Calgonit Spülreiniger-Werbung. Jedes Mal, wenn ich die sehe, geht es mir direkt viel besser- die versucht nun schon seit JAHREN ebenso verzweifelt wie vergeblich, ihren Nachbarn mit sauberem Geschirr rumzukriegen. Und es wird ihr am Ende des Spots immer wieder das selbe versprochen: nämlich, daß es JETZT auch mit ihrem Nachbarn klappen wird. Und egal, wie oft sie schon darauf reingefallen ist (denn es hat ja offensichtlich auch mit den 15 letzten verschiedenen Produkten nicht geklappt), die glaubt denen das immer noch. Ich weiß ja, eigentlich sollte man mit der guten Frau Mitleid haben- aber ich kann nicht anders als mich zu freuen. Da ist jemand, der ist noch viel verzweifelter als ich und merkt’s nicht mal.

Mit einem Schaudern ist es meine Pflicht, an die Kaffeewerbung mit dem blöden Jungen, dem blöden Hund und dem blöden, alleinerziehenden Vater zu erinnern. Ich kann mir zwar nie merken, welche Kaffeesorte es nun ist (Melitta? Das könnte gut sein, die hatten früher auch immer schon so schreckliche Filtertüten-Werbungen), aber diese Werbungen sind einfach nur der Obergrauen. Ich bin sicher, Ihr wißt, wovon ich spreche, und wenn nicht, dann schätzt Euch glücklich. Der Vater liegt entweder faul auf der Couch oder im Bett, während der Junge Mathearbeiten versaut und Kaffee kocht. Kein Wunder, daß die Frau schon seit langer Zeit Reißaus ihr Heil in der Flucht gesucht hat. Woher ich das mit der langen Zeit weiß? Naja, erstens laufen diese Werbungen nun schon seit Ewigkeiten, zweitens ist der Junge mittlerweile ein wahrer Routinier des Kaffee-Kochens und weiß sogar schon, aus welchen Kontinenten der kaffee kommt.

Und was ist nun die schlechtesten Werbung überhaupt?? Angesichts der überwältigenden Auswahl, die einem das Deutsche Werbefernsehen bietet, ist es schier unmöglich, hier den Schlimmsten zu küren. Fest stehen allerdings zwei Konzerne, die sich bereits seit Jahren ein erbittertes Kopf-an-Kopf-Rennen liefern und sich immer wieder selbst übertreffen: Ferrero und Storck.

Ferrero-Werbungen sind immer auf einem gleichmäßig obermiesen Niveau. Egal ob es sich um den neuesten Mon-Chéri-Spot dreht (in dem dieser eine unglaublich gutaussehende Mann sabbernd Carlotta hinterherrennt) oder um den Milch-Jieper. Mein persönlicher Ferrero-Favorit ist allerdings schon etwas älter, es handelte sich um einen Spot für Kinder-Bueno. Ein hübsches, aber dennoch irgendwie schleimig wirkendes Teenie-Pärchen. Sie eröffnet ihm gerade, daß sie ihre Führerscheinprüfung bestanden hat, woraufhin er vollkommen aus dem Häuschen gerät und vorschlägt, daß das mal so richtig gefeiert werden muß! Und zwar mit Schokolade! Und zwar (und hier bekommen seine Augen dieses draufgängerische Funkeln!) GLEICH MIT EINER GANZEN TAFEL! Daraufhin schaut sie ihn vollkommen entsetzt an und fragt, wer denn dann wohl in ihre Jeans passen soll, hmm? Anscheinend hat sie wohl wirklich die Tendenz, bei einer ganzen Tafel direkt 4 Kilo zuzunehmen, denn er schaut auf ihre harsche Zurechtweisung hin sehr reumütig ob seiner Verwegenheit drein. Aber glücklicherweise weiß sie genau, wie sie diese Situation retten kann- freudestrahlend und sich vor Vorfreude fast überschlagend verkündet sie triumphierend, daß es ja KINDER BUENO gibt! Und wieder einmal hat Ferrero bekloppte Kinder glücklich gemacht!
Oder mit diesen beiden Kindern (ein Junge ein Mädchen), die ihrem Vater eine Tafel Vollmilch-Schokolade vom Einkaufen mitbringen sollen und statt dessen mit Kinder-Schokolade ankommen. Und was macht dieser schleimige Quten-Papi? Anstatt diesen Blagen zur Strafe erstmal gehörig den Hintern zu versohlen, so wie ich das gemacht hätte, hört der seiner Schokolade zu, wie voller Milch sie ist. Tja, der Stamm ist nie weit vom Apfel.

Kommen wir nun zu Storck. Storck hat u. a. die Werbungen für Werther’s Echte (pardon, Werther’s Original!) und Merci zu verantworten. Und als ob das nicht genug wäre, haben sie vor Kurzem auch noch zum ultimativen Rundumschlag ausgeholt: ein Best-Of aller ihrer Werbungen, 1 Minute 30 lang und untermalt mit einem Lied, dessen Schmalzpegel das Merci-Lied noch bei weitem übertrifft (unglaublich, aber das geht tatsächlich). Ein Medley mit dem netten Opa, der seinem Enkel ein Werther’s überreicht, dem netten Postboten, der der alten Dame netterweise die Post bis in den 14 Stock bringt, der Typ, der seiner im Käfer sitzenden Schnalle durch den strömenden Regen hinterherrent und zufälligerweise gerade eine Packung Merci in der Hand hat... und allen anderen netten Menschen, die uns früher schon jedesmal zum Kotzen gebracht haben. Und am Ende steht dann „Storck- Part of your World.“ Auf Englisch, denn das symbolisiert Fortschritt und Modernität. Diese Werbung ist wirklich SO schrecklich, daß mir die Worte fehlen, um ihr auch nur ansatzweise gerecht zu werden. Ich habe mich entschieden, dies ist meine Nummer 1!!!

Schlimmste Radiowerbung ist mit Abstand und vollkommen unumstritten die Werbung für Seitenbacher Müsli. Leider Gottes kann ich sie überhaupt nicht beschreiben, man muß sie sich schon selbst anhören. Ich kann nur soviel sagen: sie ist schon geradezu spektakulär, so doof ist sie. Wenn Ihr SWR3 hört, müßtet Ihr irgendwann einmal darüberstolpern. Unglaublicherweise ist die Firma darauf auch noch so stolz, daß man sich auf ihrer Website alle Spots anhören konnte! Das nene ich Kundenservice. Leider Gottes ist Seitenbacher mittlerweile aufgegangen, daß "negative Publicity" vielleicht doch nicht so berauschend ist, jedenfalls wurde diese Seite mittlerweile vom Netz genommen. Ich sage Euch, Ihr habt was verpaßt.

Tja, ich bin stolz auf mich. Während sich andere ständig nur über die Werbung aufregen, ist sie für mich ein unerschöpflicher Quell reinster Erheiterung. Leute, man muß das Leben positiv nehmen anstatt sich über alles aufzuregen! Merkt Euch meine weisen Worte...

23 Juni, 2004

Schadenfreude kommt nach dem Fall

Yee-ha! Deutschland ist RAUS und Holland ist weiter. Geschieht diesen arroganten deutschen Fußballfans wirklich recht- Rache für die „Ohne Holland fahr’n wir zur WM“-Singerei und das ungerechtfertigte Erreichen des WM-Finales von vor 2 Jahren. So weit zum Fußball.
Ansonsten ist das Wetter unglaublich mies- 20 Grad käme uns momentan schon so vor wie subtropisches Klima, davon können wir nämlich nur träumen. Und zu allem Übel hatten wir gestern auch noch einen Sturm, wegen dem ganze 3 Minuten das Fernsehbild ausgefallen ist- und das ausgerechnet bei den Gilmore Girls!!! Ich habe natürlich sofort Tanja angerufen, vielleicht spinnt ja nur mein Fernseher, und sie könnte das Telefon ja neben ihren Fernseher legen, so daß ich wenigstens mithören könnte- aber nein, nichts zu machen, das Bild war überall im Eimer. Und als der Schaden dann nach drei endlosen Minuten endlich behoben war, hatte Madeline plötzlich ihre Finger in den Ohren und man wußte überhaupt nicht warum! Dieser Vorfall hat mich aufgerüttelt: ich darf mich nicht einfach nur auf’s Kabelfernseher verlassen, sondern werde mich nach der Möglichkeit erkundigen, auf Satellit umschalten zu können. Sicher ist sicher.
Hmm... mir deucht, es ist wieder einmal Zeit für mein Mantra. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life. I do have a life.
Wenn man es sich oft genug sagt, glaubt man sogar irgendwann selbst ein bißchen dran...

Im Übrigen gucke ich momentan ganz viel Werbung, weil ich nämlich eine Top 10 der schlechtesten Werbespots erstellen möchte. Für Vorschläge und Anregungen bin ich natürlich absolut dankbar, ich muß allerdings darauf hinweisen, daß Wasch- und Spülmittelwerbungen so unglaublich schlecht sind, daß sie außer Konkurrenz laufen (es sei denn, eine davon ist ganz besonders schrecklich, selbst für eine Waschmittelwerbungsverhältnisse). Und es steht bereits heute fest, daß sämtliche Werbungen für Ferrero-Produkte (Milchschnitte, Kinder Bueno etc.) ganz oben in den Charts stehen werden. Also, mailt mir Eure Favoriten, es dürfen auch ältere Werbungen sein, sofern sie sich einem aufgrund ihrer Doofheit in’s Gehirn eingebrannt haben.