29 April, 2008

Doof, doof, doooof!

Dies ist ein doofer, doofer Tag. Es ist kalt, meine Kunden machen mal wieder nur Ärger, und der Darth Vader der Firma (der Vergleich hinkt, der Imperator ist in dem Fall nämlich deutlich netter als seine linke Hand, außerdem hat Darth Vader nur Asthma und der Firmen-Darth ist ein waschechter Hypochonder und weigert sich z.B. mit Krebspatienten zu telefonieren, aus Angst sich bei ihnen anzustecken. Aber ansonsten- wenn der seine Abteilung betritt stehen alle stramm und ein kalter Hauch weht durch’s Büro) fühlte sich von mir –mal wieder- in seiner Autorität beschnitten und hat mich öffentlich angepinkelt. Ich habe öffentlich zurückgepinkelt und warte jetzt auf meine ersten Abmahnung wegen Insubordination. Sei’s drum, das war‘s mir wert. Kann für den nur hoffen, daß der eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, der ist in seinem Beruf nämlich genau das- unfähig. Zumindest in der Personalführung, da verwechselt er nämlich "Angst und Schrecken" mit "Respekt"- respektieren tut den niemand (das Herumhypochondern ist total lächerlich und seine Affäre mit seiner -zufällig bestbezahltesten- Untergebenen ist immer wieder Anlass zur Heiterkeit. Passen tun sie aber gut zueinander: überbezahlt, inkompetent, häßlich und mit anderen Ehepartnern kinderreich verheiratet), Kuschen tun sie nur weil der die Hand auf dem Schleudersitzknopf hat.

Also, der Tag ist doof, Zeit für ein bißchen Aufheiterung:

1.) heute kann ich wieder eine neue Folge "How I Met Your Mother“ und "Gossip Girl“ gucken
2.) ich werde ich nach der Arbeit noch kurz in die Stadt gehen und mir mal die Frühlingsklamotten etwas genauer ansehen, und
3.) ich habe herausgefunden, daß der 5. Teil der "Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin (die absolut beste Fantasyreihe überhaupt!) endlich, endlich, endlich im Oktober veröffentlicht wird. Wer die Bücher kennt wird sich jetzt vor Freude genauso in die Hosen machen wie ich vorhin- etwas Besseres habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Das einzig Negative, was mir zu diesen Büchern einfällt ist, daß Martin zwischen den einzelnen Büchern mittlerweile Jahre braucht, so daß ich mittlerweile sogar Angst habe, er könnte sterben, bevor er die Reihe vollendet hat (Martin ist ziemlich dick und nicht mehr der Jüngste...). Jedenfalls kann ich jetzt im August anfangen, mich durch die Reihe wieder durchzulesen, damit ich im Oktober wieder voll im Bilde bin. Whoohoo!

28 April, 2008

Hochzeit 2/6 – done!

Okay, das war vielleicht etwas profan ausgedrückt, wenn man bedenkt, daß sich am Wochenende Daniela und Torsten nun auch das kirchliche Ja-Wort gegeben haben. Daniela ist eine gute Freundin von Jan, die ich auch noch "von damals“ kenne, und Torsten ist ein ehemaliger Schüler meines Vaters und hat mich trotzdem auf seine Hochzeit eingeladen- und es war fast alles perfekt: das Wetter war phantastisch, die Location in der gefeiert wurde auch (ein privates ... man muß definitiv "Anwesen“ sagen, in Bad Honnef’s Höhenlage mit Blick auf die ganze Stadt, den Drachenfels und natürlich den Rhein), das Essen toll (warum habe ich eigentlich nur ein einziges Stück Hochzeitstorte genommen? Es wäre bestimmt nicht aufgefallen, wenn ich zweimal gegangen wäre...), der DJ gut und die Gäste nett. Kleine Wermutstropfen waren vielleicht die etwas zu lange Predigt des katholischen Priesters (war allerdings ein ökumenischer Gottesdienst, bei dem fast alles Katholische gestrichen worden war -also kein Sitzen-Stehen-Sitzen-Stehen-Frühsport- weswegen es vielleicht verständlich war, daß er seinen Auftritt im Rampenlicht maximal genutzt hat), daß das Büffet nicht so lange bestückt war (na gut, satt bis obenhin waren wir alle, also eigentlich kein Grund zur Klage... aber bei dem leckeren Essen hätte sogar ich noch ein zweites Mal zuschlagen können) und daß um Viertel nach eins das Bier alle war, als die Party gerade in vollem Schwung war (und quasi mit quietschenden Reifen zum Stehen kam). Aber wie schon gesagt, nur kleine Wermutstropfen bei einer ansonsten wunderschönen Hochzeit. Hier ein paar Bilder:

Das Brautpaar:

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Coco und Nichte Nina in rosa-weiß und weiß-rosa:

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Jan (fand meine Stubenfliege-Sonnenbrille ganz toll):

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Und als es noch Bier gab, wurde auch getanzt:

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Ach ja, ich sollte vielleicht noch erwähnen, daß ich –diesmal- angemessen gekleidet war: das Kleid, das mein Vater mir zu Weihnachten geschenkt hat, UND anständige Schuhe.

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Noch einmal: alles Liebe und Gute an Daniela und Torsten!

Jetzt stehen uns also nur noch 4 Hochzeiten dieses Jahr bevor, und bis Juli ist auch erstmal Pause.

Da ich nur am Anfang etwas getrunken hatte (ich hatte nichts gegessen und der Sektempfang ging zweieinhalb Stunden- ich war zugegebenermaßen ganz schön betüttelt, als das Büffet eröffnet wurde) und mich danach an Wasser und Cola gehalten habe, war ich am nächsten Morgen (naja, Mittag) fit und konnte das Wetter genießen. Naja, okay- zuerst habe ich mein Bett, meinen Kakao und mein Buch genossen (bin die ganze letzte Woche nicht zum Lesen gekommen, aber ich kann's noch!), aber gegen 2 war dann auch Jan wach genug für einen ausgiebigen Spaziergang am Rhein. Die Schwäne haben uns nicht angegriffen, die Fahrradfahrer haben uns nicht überfahren, die Sonne hat gewärmt aber nicht verbrannt, und das Eis am Ende war ganz hervorragend. Danach war es aber auch wieder gut mit körperlichen Betätigungen- wir haben uns auf die Couch verzogen, Mario Party gezockt, Pizza gegessen, ein bißchen „Monk“ geguckt und uns durch’s Programm gezappt- so lobe ich mir einen Sonntag.

22 April, 2008

Demokratie für China kommt!

Nein, keine Sorge- das chinesische Regime hat nicht vor, mit den lustigen Menschenrechtsverletzungen aufzuhören; aber dafür soll das Guns N‘ Roses-Album "Chinese Democracy“ dann doch irgendwann mal veröffentlicht werden. Nachdem mit den Aufnahmen in 1994 begonnen worden ist, passierte erstmal nicht viel. Naja, okay, nur daß alle Bandmitglieder nach und nach keinen Bock mehr auf Axl hatten- erst ging Gilby Clarke, dann gingen Slash, Matt Sorum und Duff MacKagan und gründeten „Velvet Revolver“. Aber das ist ja kein Problem- Musiker gibt’s wie Sand am Meer. Wie Chinesen, die sich für 2 € im Monat kaputtarbeiten müssen. Der Albumtitel ist also (unbeabsichtigterweise?) gut gewählt- in China gibt’s genausoviel Demokratie wie bei Guns N‘ Roses.

Glauben kann ich es allerdings trotzdem nicht, daß das Album wirklich irgendwann noch rauskommen soll- das ist schon seit Jahren eher so ein Running-Gag in der Musikindustrie.

21 April, 2008

Reality-TV und andere Sünden

Ei, ei, ei... das waren aber Reality-TV-getränkte Tage, die ich da hinter mir habe! Donnerstag waren wir alle bei Steffi, haben ihren neuangelegten Garten bewundert (sieht aus wie bei "Mein Garten“- vorher Müllhalde, jetzt toller Garten, der sogar noch viel, viel toller wird!!), uns den Bauch mit ihrem tollen Fisch-Kokos-Curry vollgeschlagen und anschließend satt und zufrieden "Germany’s Next Topmodel“ geguckt. Für mich war es mein erstes Mal (man sagt, das vergißt man nie), und ich fand es bei weitem nicht so schrecklich wie ich eigentlich gedacht hätte. Ich kann zwar nicht nachvollziehen, wie ein wirklich hübsches Mädchen (Raquel) sich selbst so fertig machen kann, weil sie mit ihrem etwas breiteren Gesicht nicht einem gewissen Typ entspricht, und deswegen keine Jobs bekommt... aber ansonsten war’s ganz witzig. Und das mit dem Vertical Catwalk will ich auch mal machen (Gutscheine dafür gibt’s übrigens bei Jochen Schweizer, aber anscheinend nur für Berlin)! Übrigens, ich bin für Jenny. Die ist zwar erst 16, scheint aber nicht dumm zu sein und außerdem hat sie... irgendwas.

Apropos Models und Fashion und dem ganzen Blödsinn, hier was aus der Rubrik "Wuahahahahaa!" Ich nehme zurück, daß Modeschauen total langweilig sind- bei dieser hier kamen für mich drei ordentliche Lacher raus:



Der erste ist natürlich, als die Modenschau-Organisatorin K. Morgan durch die Papiermitte fällt, dann wie dieser Typ seinen Kopf in das Loch steckt, und drittens wie dann der zweite „Helfer“ ebenfalls einbricht... ein Klassiker! Ich habe das Video direkt dreimal hintereinander gesehen, auf jeden Fall die unterhaltsamste Modenschau ever! Aber jetzt mal im Ernst- wo ist sie hin? Zuerst hält sie sich noch fest, dann aber verschwindet sie ganz... Mein Tipp: Narnia.

Ein kleines bißchen Schadenfreude kommt auch in diesem Clip auf. Zuerst habe ich noch gedacht "Boah, wie kann die in den Schuhen laufen?!“, dann kam die Antwort: kann sie nicht.

Ich kann’s dem Mädchen nicht verübeln, solche Schuhe sind echt schwachsinnig, und ich könnte keine 2 Meter darin laufen- geschweige denn so schreiten wie sie.

Freitag, okay, kein Reality-TV, aber trotzdem mieses Fernsehen- aus irgendeinem nicht weiter ersichtlichen Grund haben wir bei Marija statt "Das Leben der Anderen“ dann "Die ultimative Chartshow – die erfolgreichsten Casting-Stars“ geguckt. Mann, war das schlecht! Die Kommentare, die *hust*Stars*hust, Olli Geißen... schlecht, schlecht, schlecht. Und wir haben's geguckt- ich schäme mich.

Samstag stand Ausgehen mit den Mädels auf dem Programm, mit Vorglühen, Fertigstylen und "DSDS“ bei mir. Auch hier war es das erste Mal, daß ich in dieser Staffel eingeschaltet habe; und wir haben auch nicht die ganze Show geguckt... aber meinetwegen kann’s dabei jetzt auch bleiben. Die sehen alle nicht wirklich interessant aus, und anhören... nee, das was ich gehört habe (die ersten 3 Songs) war auch nicht bombastisch. Dieter Bohlen ist sowieso immer unerträglich, also was soll die Quälerei. Mit den Mädels ist es ja noch ganz lustig, aber sonst, nein danke.

Warum man eventuell trotzdem DSDS gucken sollte? Damit man hinterher nicht genauso dumm dasteht wie die Frau in diesem Clip. Ein Mikrofon ist wie ein Telefon nur mit Mikro vorne dran- logisch, oder??



Scheint aber ein weit verbreitetes Phänomen zu sein, denn dieser Herr hier bekommt auch Abzüge in den Haltungsnoten:



Tja, wenn die DSDS geguckt hätten, dann wüßten die wenigstens, wie man ein Mikro hält- ist doch schon mal was.

Das Ausgehen selbst war mal wieder richtig gut- wir waren schon relativ früh im Goldfinger und haben noch einen guten Platz außerhalb der Durchgangs-Schneise ergattert, haben viel getanzt, gelacht und –ein Novum!- vom Kellner was ausgegeben bekommen. Wir sind zwar schon um halb 3 gegangen und uns auf die Döner-Zug-Nachtbus-Odyssee gemacht, aber ich werte den Abend dennoch als vollen Erfolg.

Und am Sonntag hat die Sonne geschienen! Wurde mit einem leckeren Frühstück zelebriert (wer hat mir mal selbstgemachte Mango-Maracuja-Marmelade geschenk?? Ich habe sie leider erst am Sonntag probiert, aber sie war sensationell!!! Nachschub wäre immer wieder gern gesehen...), ein bißchen Radfahren, Wii-Zocken (Jan hat sich am Freitag die Wii gekauft und jetzt mache ich ihn bei Mario Kart regelmäßig nass), Fernsehen und verhältnismäßig (für Jan) in‘s Bett.

17 April, 2008

Etwas besser heute

Okay... heute ist es zwar immer noch schweinekalt, aber wenigstens scheint die Sonne... schon mal etwas. Man muß auch für die kleinen Dinge dankbar sein. Ich bin aber auch deswegen marginal besser gelaunt als gestern, weil es nur noch 4 Tage bis zur neuen "Gossip Girl“-Folge sind!

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Okay, 5, wenn man bedenkt daß ich das Ganze noch downloaden und gucken muß, und eventuell sogar 6 Tage, wenn Jan anläßlich seines Geburtstages nächsten Dienstag Badminton sausen lassen und es ihm nach meiner Anwesenheit gelüsten sollte und ich die Folge deswegen erst nächsten Mittwoch gucken kann- aber was soll’s? Das Warten hat fast ein Ende, und bald erfahren wir (also Lena und ich) endlich, ob Chuck immer noch in Blair verliebt ist und was es mit Serena’s mysteriösen Weggang wirklich auf sich hatte... Squee! Jedenfalls bin ich heute zumindest so gut gelaunt, daß ich mich wieder dem Klatsch und Tratsch widmen kann. Naja, zumindest einer kleinen Geschichte, die ich vorhin aufgeschnappt habe:

Gwyneth Paltrow hat mitgeteilt, daß sie nach der Geburt ihres Sohnes Moses an Post-Partum-Depression gelitten hat. Ich würde sagen, sie hat da was verwechselt- das woran sie gelitten hat, nennt sich "Scham“, das kriegt man unter anderem dann, wenn man seinen Kindern vollkommen blödsinnige Namen gibt.

Ja, und das war’s dann auch schon für heute- es ist wirklich ruhig an der Klatsch-Front, seitdem Britney unter dem Pantoffel ihres Vaters steht, Paris anscheinend von Benji Madden’s gutem Einfluss profitiert und Lindsay nicht mehr betrunken Auto fährt... Hach ja, das waren noch Zeiten. Oder liegt es an mir? Verliert die Welt der *hust*Schönen*hust* und Reichen an Reiz für mich? Das wäre ja schrecklich! Erst nimmt man mir mein früheres Lieblingsthema "frustrierendes Singledasein“ und jetzt auch noch die blöden Hollywood-Stories... worüber soll ich denn dann noch schreiben? Ich kann ja schließlich nicht jeden Tag über den Papst wettern, oder über Abtreibungsgegner herziehen, oder mein politisches Viertelwissen auswalzen, oder von Fernsehserien schwärmen, die hier eh keiner guckt! Und wahrscheinlich tun mir die illustren Herren aus der guten amerikanischen-christlichen Oberschicht auch nicht den Gefallen, sich einmal die Woche in einen Skandal mit Schwulen, Drogen oder/und Prostituierten zu verwickeln. Ja, da brechen karge Zeite an- und das kurz vor dem 500. Post!

16 April, 2008

In a bad mood...

Irgendwas mache ich falsch... Sting hat sich neulich eine 500-m²-Wohnung am Central Park gekauft, innen sieht das Ganze so aus wie in diesem Artikel, und spätestens bei den Bildern vom 22-m-Pool (mit Oberlicht) bin ich in Tränen ausgebrochen (wer mit mir Neidtränen vergießen will kann hier klicken). Aber anstatt nachts in meinem warmen Pool auf der Luftmatratze zu liegen und mir mit einem Cosmopolitan in der Hand und netter Musik aus dem Surround-Sound-System im Ohr die Sterne anzusehen, sitze ich abends mit Apfelschorle an meinem Esszimmerfenster und schaue dem Hausfrauensport im Buschdorfer Gemeindesaal zu, während die Musik aus den beiden 20-Watt-Boxen meiner Kompaktanlage schnarrt. Naja, okay, in Manhattan sieht man wahrscheinlich eh keine Sterne... aber trotzdem!! Alternder Rockstar müßte man sein... *seufz*

Und da ich momentan eh den Blues habe kommt jetzt meine Meinung zum Wetter: ich habe es satt, satt, satt! Gestern morgen hatte ich Winterstiefel, Skijacke, Rollkragenpullover, Schal, Handschuhe und Kniestrümpfe an, und heute morgen waren es bei uns 0°C- geht’s noch? Normalerweise ist das Wetter im April zwar durchwachsen, aber die 20°C-Marke wird schon hin und wieder erreicht, und man sollte hier und da mal etwas Sonne sehen und auf Winterjacken verzichten können, aber nein, seit November das gleiche beschissene Wetter!

Und was mir genauso auf die Nerven geht: daß alle (alle!) die ganze Zeit sagen: "Hach, letztes Jahr, da hatten wir um diese Zeit 35°C!!“. Ja klar. 35°C. Hallo?? Es waren so um die 25°C, das ist ein kleiner Unterschied; und P.S.: letztes Jahr haben sich alle darüber beschwert daß es so heiß ist. Klimaerwärmung, schrecklich schrecklich!

Und weil ich mich gerade so schön in Rage geredet habe: was mir darüber hinaus AUCH noch auf die Nerven geht ist die neueste Medien-Lieblingshorrornachricht, die einem seit dem Wochenende um die Ohren gehauen wird...
Nach "Klimaerwärmung“, "Jugendgewalt“ und "Rohölknappheit“
sehen Sie nun in der Tagesschau:

"Die Rückkehr des HUNGERS!!
Bald auch in Ihrer Stadt!
Das macht sogar Flocke und dem olympischen Fackellauf auf den Titelseiten ernsthafte Konkurrenz- wenn’s um’s Essen geht, da hört der Spaß nun wirklich auf, aber sowas von! Denn anscheinend haben sich ein paar schlaue Köpfe zusammengesetzt und ausgerechnet, daß es so nicht weitergehen kann- wir essen zuviel und bauen nicht genug Obst, Gemüse und Getreide für die Nahrungsmittelindustrie an. Und wer ist dran schuld, wer ist der große Buhmann des Tages?Jawoll, der Biosprit! Vor ein paar Monaten noch der von Gott gesandte Heiland, Führer aus der Erdölkrise, seit dem Wochenende auf der "Ganz Böse“-Liste- so schnell kann‘s gehen. Biosprit ist –verständlicherweise- so gefragt und subventioniert, daß Bauern vermehrt Mais und Raps dafür anbauen anstatt für Lebensmittel. Einfach ausgedrückt stehen wir also vor einer schwierigen Wahl: entweder Auto fahren oder Essen. Beides zusammen geht nicht, die fetten Jahre sind vorbei. Kleiner Tipp- wenn wir auf’s Auto fahren verzichten würden, hätten wir was zu beißen UND würden die Klimakatastrophe eindämmen... Zwei Fliegen, eine Klappe. Aber was rege ich mich auf- in ein paar Wochen haben die Medien wieder eine andere Katastrophe, über die sie dann die anderen wichtigen Themen wieder unter den Tisch fallen lassen. Ich frage mich nur, warum das Thema gerade jetzt auf den Tisch kommt- in Mexico schrappen sie schon seit ein paar Jahren an der Hungersnot vorbei, weil der ganze Mais in die Tanks wandert anstatt in die Nachos. Wenn ich davon schon seit ein paar Monaten weiß (und ich bin wirklich kein übermäßig gut informierter Mensch), warum kommen dann die Experten (sollte man meinen) vom internationalen Währungsfond und bei der Weltbank erst jetzt darauf? Nachrichten haben eine seltsame Eigendynamik: was vor ein paar Monaten vollkommen uninteressant ist, ist an einem späteren Zeitpunkt weltweit Schlagzeile.

So, genug gemotzt, ich muß jetzt erstmal meinen Blutdruck wieder in den Griff kriegen. In der Hoffnung, daß bis zu meinem nächsten Blog das Wetter besser und das Hungerproblem gelöst, oder sich zumindest meine Laune gebessert hat: Cheerio!