26 April, 2007

Presserätsel Killerbrötchen

Habt Ihr auch schon die Story von dem gesuchten Killerbrötchen gehört? Angeblich soll die AP (Associated Press) eine Nachricht rausgehauen haben, die da lautet "Killer biscuits wanted for attempted murder". In Deutschland zirkuliert das unter "Killerbrötchen des versuchten Mordes bezichtigt!" und ist jetzt auch bei mir angekommen. Hier könnt Ihr Euch die Nachricht durchlesen.
Im ersten Moment habe ich mich darüber ja totgelacht, aber mittlerweile bin ich ziemlich skeptisch. Erstens habe ich nirgends im Web einen offiziellen Link dazu gefunden- das Ding läuft nur auf Witzeseiten u.ä. Zweitens, diese Linda Burnett soll 23 sein, und- niemand, ich wiederhole, niemand der wirklich so bescheuert ist, kann 23 Jahre überleben. Das geht einfach nicht- ein zweistelliger IQ mit einem Komma in der Mitte reicht vielleicht gerade mal noch so zum Ein- und Ausatmen, aber mehr auch nicht, spätestens beim Überqueren einer Straße oder dem fachgerechten Gebrauch eines Föns in der Nähe einer Badewanne holt einen das Schicksal ein. Drittens, so einen Artikel hätte die BILD schreiben können, aber auf gar keinen Fall eine der wichtigsten Nachrichtenagenturen der Welt. AP hätte sich mindestens den Blondinen-Kommentar verkniffen. Und viertens, mehrere Websites, die sich auf moderne Legenden (z. B. das Krokodil in der Kanalisation, McRattenschwanz-Burger etc.) spezialisieren, haben die Story auseinandergenommen- die geistert wohl schon seit Jahren immer wieder mal durch's Netz.
Fazit: das Ganze ist allenfalls ein netter Blondinenwitz, mehr nicht.
Apropos Bondinenwitz:
Eine Brünette läuft aufgeregt ein Flußufer auf und ab, auf und ab, auf und ab. Auf der anderen Seite erscheint eine Blondine, die sich das Treiben ein paar Minuten ansieht und dann der Brünetten zuruft, was sie denn da macht. Die Brünette antwortet, daß sie nach einer Möglichkeit such, auf die andere Seite zu kommen, daraufhin entgegnet die Blondine: "Du Dummerchen, Du bist doch schon auf der anderen Seite!"
... ja, ich weiß auch nicht, warum Witze meistens nicht witzig sind.

25 April, 2007

She’s (NOT) Madonna...

Guy Ritchie wurde dabei erwischt, engumschlungen mit einer Frau getanzt zu haben- und es war nicht Madonna (die war nämlich in Malawi, hat aber erstaunlicherweise doch kein neues Kind adoptiert- was ist da nur passiert?)! Ganz Großbritannien ist entsetzt, weil ihr Vorzeigeregisseur möglicherweise vielleicht unter Umständen die Popoma betrügt. Hmm... Guy Ritchie und tanzen, da denke ich an zwei Dinge. 1.) White guys can’t dance (oft genug unter Beweis gestellt, auch wenn es einige Ausnahmen gibt, wobei ich mir nicht vorstellen kann, daß Guy Ritchie eine dieser Ausnahmen ist) und 2.) "I found myself / by circumstance / across a room / where people dance / And quite by chance / she danced right next me"... Whatever.
Jessica Alba ist nicht unbedingt mit übermäßig viel schauspielerischem Talent gesegnet, aber erstens gibt es weit schlechtere als sie, und zweitens, wenn man so aussieht wie sie kann man da auch mal das eine oder andere Auge zudrücken. Außerdem kann ich mir vorstellen, daß sie gar nicht dumm ist und möglicherweise sogar halbwegs auf dem Teppich geblieben. Hier gibt’s ein paar Bilder von einem Shooting mit ihrem Hund, wobei mein Lieblingsbild auf jeden Fall das hier ist:

Photobucket - Video and Image Hosting

Sie sieht müde aus, der Hund sieht müde aus- ich finde das Foto echt super. Und der Hund ist total süß. Ich finde Pitbulls zwar total häßlich, aber der hier sieht mir eher aus wie ein Mix und ist somit für mich okay.
Es ist offiziell- ich bin sooo wichtig! Aber auch nur weil die Tochter meines Chefs am 04. Mai Geburtstag hat. Unser Chefchef will nämlich am 4. Mai zu einem potenziellen Kunden fliegen, aber nicht ohne Verstärkung aus dem Vertrieb. Und da Chef-Tochter an dem Tag Geburtstag hat will Chef nicht mitfliegen, also hat Chefchef mich gefragt. Am 4. fliege ich allerdings abends nach Paris, und jetzt guckt das Reisebüro, ob die mich auf einen Flug von Bologna nach Paris CDG gebucht kriegen. Wenn das tatsächlich klappt hieße es, daß ich mit meinem ganzen Urlaubsgepäck, meinem Motorradhelm (für den Fall daß Hugues mich mit dem Motorrad vom Flughafen abholt) und meinen Businessklamotten beim Kunden aufkreuzen würde. Hmm... ob das wohl meiner Seriösität schaden würde??
Nachtrag: anscheinend bin ich sooo wichtig nun auch wieder nicht- das Ticket Bologna-Paris hätte 400 Euro mehr gekostet als das nach Köln, Chefchef fliegt jetzt doch alleine in die große weite Welt.
Und zur allgemeinen Belustigung hier noch eine kleine Auswahl meiner persönlichen Favoriten aus der Kategorie Celebrity-Babynamen:
Nicholas Cage – Kal-el (wie Superman)
Gwyneth Paltrow & Chris Martin – Apple / Moses
Penn Jilette – Moxie CrimeFighter
Jason Lee – Pilot Inspektor
Erykah Badu – Seven Sirius / Puma
Toni Braxton – Diezel Ky
Bob Geldof – Little Pixie / Peaches Honeyblossom
Michael Hutchence – Heavenly Hiraani Tiger Lily
Jamie Oliver – Poppy Honey / Daisy Boo
Sylvester Stallone – Seargeoh Sage Moonblood (ewww!) / Sophie Rose / Sistine Rose / Scarlet Rose
Bruce Willis – Rumer Glenn / Scout LaRue / Tallulah belle
Frank Zappa – Dweezil / Ahmet Emuukah Rodan / Moon Unit / Diva Muffin
Jeder dieser Namen ist ein eindrucksvolles da unumstößliches Beispiel dafür, daß zuviele Drogen lala machen- kann mir keiner erzählen, daß derjenige, der sich 'Peaches Honeyblossom‘ ausgedacht hat, NICHT absolut high gewesen ist; Moxie CrimeFighter riecht verdächtig nach Speed und Moon Unit nach XTC.
Und übrigens: jetzt postet verdammt noch mal Vorschläge für Mädchennamen! Ein lausiger Kommentar, und der stammt von meiner Schwester- und dabei war der Aufruf wirklich ernst gemeint!! Come on, people!

24 April, 2007

Bitte alle helfen!

Ja, ich weiß, drei Posts an einem Tag, langsam reicht's, aber... ich brauche Eure Hilfe, und zwar ganz ernsthaft. Oder schlimmer noch, meine Schwester braucht Euch. Valérie findet nämlich partout keine passenden Mädchennamen und hat mich gebeten, daß ich einen Aufruf starte:

Bitte bitte bitte hinterlasst mir alle einen Kommentar (rechts unter diesem Blog auf den 'comments'-Link klicken) und postet Eure Lieblings-Mädchennamen!

Damit Ihr wißt was auf dem Spiel steht: der Arbeitstitel der Kleinen ist momentan noch 'Gudule' (was 'Güdül' ausgesprochen wird), also erbarmt Euch! Außerdem, Valérie ist hochschwanger, und wenn sie nicht bald einen Namen findet passiert noch etwas Furchtbares! Und ich will nicht in der Bild landen weil es bei den Dumraths eine Familientragödie gegeben hat ("Hochschwangere Frau zerbrach unter dem Druck der Namensfindung und zerstückelte zuerst ihre Familie und dann sich selbst!").

Russland trauert und alle machen mit.

Naja, nicht alle- bei den Angehörigen der Opfer aus dem ersten Tschetschenien-Krieg wird sich die Trauer wohl eher in Grenzen halten. Wie dem auch sei, Boris Jelzin ist tot, und die ganze Welt ehrt "einen großen Politiker, der der Sowjetunion den Weg in die Demokratie geebnet hat". Also erst einmal: was für eine Demokratie? Unter Putin kann man höchstens noch von einer diktatorischen Demokratie sprechen (zumindest schon mal was die Pressefreiheit betrifft). Und zweitens: Jelzin hat den Weg geebnet?? Frechheit! Was bitteschön hat Jelzin anderes gemacht als das zuendezuführen, was Gorbatschow begonnen hat? Also wenn einer in der Sowjetunion in den letzten 20 Jahren irgendwas verändert und geebnet hat, dann Gorbatschow- wenn der den Kalten Krieg nicht beendet hätte würde Deutschland heute immer noch Angst vor einem russischen Atomschlag haben, und ohne die Perestroika hätte es keine demokratischen Wahlen gegeben und Jelzin wäre nie an die Macht gekommen. Aber okay, ich würde mal sagen Jelzin hatte die schwere Aufgabe, ein total kaputtes exkommunistisches Land wieder aufzubauen (oder zumindest vor dem weiteren Untergang zu bewahren), und insofern Hut ab.
Und wo ich schon mal bei Wikipedia bin (Ihr glaubt ja wohl nicht, daß ich sowas alles aus dem Kopf weiß), habe ich mich ein paar Fragen gewidmet, die mich schon lange beschäftigen und mir immer wieder schlaflose Nächste beschert haben. Zum Beispiel: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Producer und Executive Producer? Höret und lernet: Producer arbeiten für Filmstudios und finanzieren einen Film und können deswegen so ziemlich überall reinreden- Casting, Drehbuch, Regisseur, kreative Entscheidungen usw. (das macht sie wahrscheinlich zu den unbeliebtesten Leuten am Set, aber das nur nebenbei). ExecProds sind dagegen Studiohengste, die in der Rangordnung meistens eine Stufe höher stehen, was allerdings auch bedeutet, daß sie nicht ganz so tief im Film drinstecken wie die normalen Producer und sich eher um kommerzielle Dinge kümmern. Im Endeffekt hat ein Producer wahrscheinlich mehr Arbeit und weniger Geld.
Außerdem: was sind 'gaffer‘, 'key grip‘ und 'best boy‘? Ich sehe die immer wenn ich mir einen Abspann angucke und es macht mich wahnsinnig daß ich keinen blassen Schimmer habe was die Typen machen. Ein Gaffer ist quasi der Oberelektriker und vor allem auch für das Licht verantwortlich (und jeder der schon mal unter eine Neonröhre stehend fotografiert wurde weiß wie wichtig das Licht ist!); ein Key Grip ist der Obertechniker am Set und muß zusehen, daß das gesamte Equipment gut funktioniert; und Best Boys sind schlicht und ergreifend die Assistenten von Gaffer und Key Grips. Wieder etwas schlauer. Oder eher: wieder etwas mehr unnötiger Kram in meinem Kopf.

Klarstellung!

Erstaunlich, wieviele medizinische Analphabeten sich hier auf dem Blog herumtreiben! Okay, also erst einmal: danke für die überwältigende Anteilnahme (oder ist es Sensationsgier? Immer so schwer, die beiden auseinenderzuhalten) an der in meinem Blog vom 19.04. erwähnte Mononukleose. Dennoch: Mononukleose ist KEINE Geschlechtskrankheit, Ihr Ignoranten, sondern Pfeiffersches Drüsenfieber!!! Und das, was mein Kaninchen Willi hatte, war nicht Mononukleose, sondern Myxomatose, Kaninchenpest- ich habe mich also auch nicht bei meinem Hasen angesteckt. Im Übrigen ist Myxomatose kein Spaß, Willi hat sie zwar überlebt (als einziges Kaninchen, das meine Tierärzting je gesehen hat), aber trotzdem.
Wo bei der Mononukleose hingegen zumindest meine Blutwerte ganz witzig waren: links standen die Normalwerte und rechts die die ich hatte- und ich habe nirgends auch nur annähernd im grünen Bereich gelegen, ich mußte total lachen, als ich das Blatt gesehen habe. Irgendwo habe ich das noch, wenn ich es finde scanne ich das ein. Ein Wunder, daß ich mit solchen Blutwerten überlebt habe. Da haben wir's wieder, die Dumraths sind einfach unkaputtbar. Wie Küchenschaben, wir überleben bestimmt auch einen Atomkrieg.
Apropos Dumraths: am 07. Mai werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach Tante³, an dem Tag hat Valérie nämlich ihre Kaiserschnitt-OP. Also, sofern Gudule (soweit ich weiß gibt es momentan noch keinen Namen, und Gudule ist der Default-Name) sich an die Spielregeln hält und es nicht doch noch auf den letzten Metern eilig hat, ist der 07.05. der Tag X. Ich habe mir freigenommen, werde die ganze Woche über vor Ort sein und kann's gar nicht mehr erwarten- bei Julie und Lara bin ich immer erst ein paar Tage nach der Geburt in Paris gewesen, aber bei Gudule werde ich fast live dabeisein (also nicht live live, aber Ihr wißt schon) und sie sehen, wenn sie noch ganz runzelig und häßlich aussieht. Vielleicht wird mir das ja dabei helfen, mich nicht so hemmungslos in sie zu verlieben wie in die anderen beiden. Naja, wahrscheinlich nicht. Ist doch schon komisch, oder? Mit anderen Kindern habe ich es nicht so, aber meine Nichten... Muß schon was dran sein an dem "Blut ist dicker als Wasser" Ding. Oder aber meine Nichten sind einfach die mit Abstand tollsten Kids überhaupt. Meine Schwester würde das jetzt natürlich vehement bestreiten, aber so aus der Entfernung...?

20 April, 2007

Scientology saves the day!

Scientology, wie jede andere anständige Zusammenrottung von Crazies, hat sich ebenfalls zu Virginia Tech geäußert, und, hurra, sie haben die Wahrheit hinter alledem herausgefunden: Schuld sind –natürlich- die Antidepressiva. Das heißt daß der Typ der 32 Menschen erschossen hat ein psychologisches Problem hatte (nein, wirklich?!?). Und wenn wir alle auf Scientology hören würden, dann würde sowas nicht passieren, weil es dann nämlich keine Antidepressiva geben und alle depressiven Menschen vorher Selbstmord begehen würden. Problem gelöst.
... oder doch nicht? Am 13.03.2003 hat der damals 28-jährige Jeremy Perkins 77 mal auf seine Mutter Elli Perkins eingestochen. Jeremy Perkins war wie der Rest der Familie Mitglied bei Scientology, leidet unter Schizophrenie und wurde statt mit Medikamenten mit Vitaminen behandelt. Er hat zuerst versucht, sich selbst umzubringen, und als das gescheitert ist, hat er sich an seiner Mutter vergriffen- mit mehr Erfolg. Scientology hat seitdem natürlich versucht, jegliche Connection zu Perkins zu vertuschen, seine Familie hat sich komplett von ihm losgesagt (Scientology procedure), und er ist fest davon überzeugt, das alles wäre nicht passiert wenn er medikamentös behandelt worden wäre. Was ihn, der seit dem Mord in einer Anstalt sitzt, ironischerweise zum Normalsten in der Familie macht.