... in ein paar Stunden fallen Veri, Anita und ihr Thomas bei mir ein, um Sylvester ausnahmsweise einmal ganz ruhig und besinnlich zu verbringen; und hier herrscht das pure Chaos: zur üblichen Kathrinschen Unordnung gesellen sich momentan nämlich noch IKEA-Verpackungen (meine Möbel sind tatsächlich wie angekündigt am 29. geliefert worden, und dank Veris tatkräftiger Hilfe steht auch schon alles bis auf den Kleiderschrank -viel zu schwer!!- und ich bin restlos begeistert! Meine Bücher haben Platz, die CDs liegen nicht mehr in einem unregelmäßigen Haufen vor der Anlage, die Couch ist der Hammer, der Eßtisch sieht total cool aus und der Schreibtisch... naja, der ist zumindest zweckmäßig. SQUEEEE! Next stop: kitchen!) der Boden ist dreckig und im Schlafzimmer liegt immer noch mein halbausgepackter Koffer unter Wäschebergen begraben. Ich muß also aufräumen, wischen, Champagner-, Longdrink- und Weingläser spülen, kochen und mich im Rahmen meiner Möglichkeiten halbwegs präsentabel herrichten. Deswegen gibt es an dieser Stelle nur ein kurzes, aber dafür von Herzen kommendes "Ich wünsche meinen geschätzten BloggerInnen einen guten Rutsch!". Wir sehen uns dann in 2006!
31 Dezember, 2005
28 Dezember, 2005
Tschuess, Zebra-Pantoffeln...
... und „Hallo, schoene stille große menschenleere Wohnung!“: morgen nachmittag geht's mit dem Flieger zurueck nach Bonn. Es ist so wie immer- ich hatte eine richtig schoene Zeit, aber ich bin heilfroh, dass ich morgen zieder zuhause bin. Zugegeben, die Zebra-Pantoffeln werde ich vermissen. Und das tolle Wetter. Oh, und die fantastischen 4-Gaenge-Mahlzeiten meiner Mutter (ich bin mir sicher, ich habe in diesen 6 Tagen zwei Kilo zugenommen)... aber sonst? Meine Eltern? Ach ja. Was soll ich sagen, ich liebe sie heiß und innig, wirklich... aber man sollte tunlichst zusehen, bei der Installation eines neuen Computers moeglichst viel Land zwischen sich und seine Eltern zu legen. Wie gesagt, ich liebe meine Eltern, unsere Beziehung hat sowohl meine Pubertaetszeit ueberlebt (laut meinem Vater war ich das rotzigste, aufmuepfigste, vorlauteste Stueck Menschenfleisch, dass je auf dieser Erde wandelte, und er hat als Lehrer immerhin seinen Lebensunterhalt mit furchtbaren Baelgern verdient... *grins*) als auch diverse total in die Hose gegangenen Aktivitaeten, an denen mein Vater und jegliche Arten von Wasserfahrzeugen beteiligt waren. Aber das alles war nichts gegen den heutigen Tag: ich bin nach Avignon gefahren und habe den neuen PC abgeholt--- und dann ging es an die Installation. Man stelle sich 6 Stunden in einem kleinen chaotischen Arbeitszimmer (aka Abstellkammer fuer jeden Mist) vor und dazu dann Eltern, die abwechselnd „nach dem Rechten“sehen. Ich schwoere, wenn ich in den naechsten 48 Stunden noch einmal die Saetze „Das sah vorher aber ganz anders aus!“, „Seid Ihr sicher, dass das so richtig ist?“ und „Nein, Du hast mir noch NIE gezeigt, wie man einzelne Dateien markiert, NIE!!“ hoere, schreie ich.
Nach 6 Stunden habe ich mir meinen mp3-Player gegriffen, bin rausgestuermt und habe dank der White Stripes (gibt es ein genialeres Cover als „Just don’t know what to do with myself“?) innerhalb von 2 Stunden meinen Zen zumindest soweit wiedergefunden, dass ich wenigstens keine Mordgelueste mehr hegte.
Naja, und jetzt bin ich sogar so abgestumpft und schmerzfrei, dass mich nicht mal mehr die neue franzoesische Tastatur aufregen kann... Jedenfalls habe ich fuer diesen mickrigen Blog ueber eine Stunde gebraucht und jetzt ist es schon wieder kurz vor eins.
Nach 6 Stunden habe ich mir meinen mp3-Player gegriffen, bin rausgestuermt und habe dank der White Stripes (gibt es ein genialeres Cover als „Just don’t know what to do with myself“?) innerhalb von 2 Stunden meinen Zen zumindest soweit wiedergefunden, dass ich wenigstens keine Mordgelueste mehr hegte.
Naja, und jetzt bin ich sogar so abgestumpft und schmerzfrei, dass mich nicht mal mehr die neue franzoesische Tastatur aufregen kann... Jedenfalls habe ich fuer diesen mickrigen Blog ueber eine Stunde gebraucht und jetzt ist es schon wieder kurz vor eins.
24 Dezember, 2005
Salut de Provence!
Na, wie sehr werdet Ihr mich wohl alle hassen, wenn ich Euch jetzt sage, daß ich das Frühstück, Mittagessen und die Siesta draußen auf der Terrasse abgehalten habe?? ;-) Traumhaftes Wetter hier: nachts ist es zwar -5 und drunter, aber tagsüber... strahlender Sonnenschein, blauer Himmel (werde in den nächsten Tagen ein paar Beweisbilder einstellen). Und auch sonst ist die Stimmung super: mein Vater ist noch nicht in seinem Prä-Heiligabend-Stressrausch, meine Mutter hat schon alles vorgekocht und eingefroren, mein Bruder ist entspannt, meine Schwester hat überraschend angekündigt, daß sie am 26. doch noch vorbeikommt (da kann ich endlich meine beiden Kleinen wieder sehen!) und ich kann in aller Ruhe meiner neuesten Leidenschaft nachgehen: Sudoku, das ist in Frankreich wohl der letzte Schrei. Erst habe ich mir probeweise das Heft meiner Mutter unter den Nagel gerissen, war innerhalb von 2 Minuten süchtig, und als sie dann die Rückgabe unter Androhung der Enterbung zurückerpresste, habe ich mich in's Auto gesetzt und mir mein eigenes Heft gekauft.
Die Franzosen haben übrigens die Lichterketten-Deko für sich entdeckt, mit wechselndem Erfolg- die Palette reicht von ekelhaft-kitschig-blinkend-bunt (hierbei den Deutschen durchaus ebenbürtig) bis tatsächlich-richtig-schön (die Innenstadt von Apt sieht toll aus!).
Rekapitulation der letzten Tage:
Die Afterjob-Party Donnerstag letzte Woche war gut- wider Erwarten kamen trotz Weihnachtsstress alle, die Musik war zur Abwechslung mal richtig gut und von der Kakaoexplosion direkt am Anfang (nein, ich glaube nicht, daß das irgendjemand bemerkt hat) einmal abgesehen gab es auch keine größeren Katastrophen.
Am Dienstag waren wir Mädels beim Spanier in Kessenich essen, wo das Ambiente zwar eher rustikal, das Essen dafür aber richtig gut war (naja, diese scharfen Hähnchenbeine habe ich nach einem Blick in Lena's plötzlich errötetes Gesicht lieber liegenlassen)- dicke Empfehlung, die Tapas waren super!
Mittwoch war dann last-minute-Pack-Stress angesagt, und Donnerstag ging's ab nach Roussillon (regnet's bei Euch eigentlich immer noch??). Den größten Teil der Strecke bin ich gefahren (angesichts des Fahrstils meines Vaters tippe ich auf Selbsterhaltungstrieb), den Rest habe ich auf dem Rücksitz mit meiner wieder zu vollem Leben erwachten Jukebox verbracht (sie ist mir am Donnerstag hingefallen und scrollte nur noch nach unten, aber jetzt funktioniert sie wieder, HALLELUJA! Mein erstes Weihnachtswunder, gepriesen sei der Herr!), um mich von den Geschehnissen auf der Straße abzulenken.
Ach ja, es gibt übrigens noch ein zweites Weihnachtswunder!!!!! Meine Möbel -von IKEA angekündigt für KW 19- werden schon am 29.12. angeliefert! Jawohl, 2005!!!! Bin wirklich und wahrhaftig total aus dem Häuschen- die Couch und der Esstisch und überhaupt, es wird alles ganz toll!!! Wer meldet sich freiwillig zum Aufbauen, und bei wem muß ich zurückliegende Gefälligkeiten einfordern? ;-) Hilfe würde auf jeden Fall dankbar angenommen und mit einem Abendessen belohnt...
15 Dezember, 2005
WHOOOOO!
Was für ein Gefühl!! Es ist kurz vor vier, und mein Schreibtisch- aufgeräumt. Meine Kollegen- eingeweiht. Mein Urlaub- zum Greifen nahe. Meine Stimmung- könnte besser nicht sein. Ich habe zwar wirklich die letzten 9 Stunden rotiert wie sonstwas, aber ich habe tatsächlich alles erledigt, was auf jeden Fall noch erledigt werden mußte! Und meinen Fahrplan habe ich auch aktualisiert. Ich kann’s nicht fassen! Links und rechts neben meinem Stuhl liegen zwar wahre Berge an Aufträgen und Vorgängen, die ich nach Erledigung einfach auf den Boden geworfen habe, aber die warten jetzt nur noch darauf, wegsortiert zu werden. Sollte mir später noch irgendwas wichtiges einfallen, kann ich immer noch nächste Woche kurz reinschauen- sehr beruhigend!
Das heißt, daß ich mich ohne großen Streß auf die Afterjob-Party heute abend vorbereiten kann- pünktlich nach Hause, duschen, eventuell noch eine halbe Stunde auf die Couch legen, in Ruhe anziehen, stylen- YEE-HAAA! Und nun, meine Freunde, ab in den Urlaub!! Wheeeee!
13 Dezember, 2005
Durchbruch der Zwischenmenschlichkeit
Breaking News: meine Kollegin hat mir heute das "Du" angeboten!! Un-glaub-lich! Jenny und Andrea wurden immerhin zwei Jahre gemobbt, bevor bevor ihre Existenz offiziell anerkannt und sie in die Gemeinschaft der Du-Sager aufgenommen wurden; bei mir waren es jetzt nur 11 Monate und fast ganz ohne Mobbing. Sensationell!! Es gibt sie also doch, die Weihnachtswunder... und vor allem so unerwartet! Ich bin nämlich momentan die Einzige in diesem Laden, die nicht dauergenervt ist- die anderen sind genervt, haben schlechte Laune und sind im Dauerstress. Ich denke mal, das liegt (a) an meinem allgemein sonnigen Gemüt, (b) an meinem bevorstehenden Urlaub (noch 2 Tage, squeeee!!! --- oh shit. Nur noch 2 Tage, und mein Schreibtisch sieht immer noch aus wie... naja, wie mein Schreibtisch nun mal aussieht) und (c) an der Tatsache, daß ich alle meine Weihnachtsgeschenke bei Amazon bereits bestellt habe und somit die Kaufhaus-Klaustrophobie großräumig umfahren habe.
Apropos Amazon, es würde mich nicht wundern, wenn sich herausstellt, daß dieser Laden die Weltherrschaft anstrebt. Genug Geld dürften sie ja schließlich machen- ich zum Beispiel, ich habe schon genug Geld in die Firma gepumpt, daß es für die Eroberung eines mittelgroßen südamerikanischen Staates reichen sollte. Das ist aber auch übel- die haben ständig richtig gute DVDs unter 10 Euro, wie soll ich denn da nein sagen? Folglich habe ich nicht bloß meine Familie, sondern auch mich selbst beschenkt- "21 Gramm", "Big Fish", "Vom Winde verweht" und "Grasgeflüster". Und ich habe mich schon wirklich eingeschränkt, ich hätte noch mindestens 7, 8 andere DVDs dazupacken können ("Amélie", "Der Transporter", "Casablanca", "Jalla Jalla", "Monsieur Ibrahim", "Das 5. Element", "East is East" und, und, und...)- schrecklich! "21 Gramm" mußte ich einfach haben, "Big Fish" ist einer der schönsten Filme 2004, "Vom Winde verweht" ist auf jeden Fall auch ein Muss und "Grasgeflüster"--- ist vielleicht kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber bestes britisches Kino; und jeder, der die beiden bekifften Tante-Emma-Omas gesehen hat, muß diesen Film lieben.
Was gibt’s sonst noch... Freitag war ich mit Sandra & Freundin im "Tiefenrausch", und es hat mir da echt ganz gut gefallen. Es hätten zwar weniger Tussen und Möchtegern-Pimps dasein dürfen, aber die Musik war in Ordnung. Ach ja, und meine rechte Hand sieht aus, als wäre ich in einen Bareknuckle-Fight geraten- an zwei Knöchel ist die Haut abgeschabt. Allerdings habe ich mich nicht geprügelt (diesmal nicht), sondern war am Samstag Klettern. Ja, richtig gehört- Miss Höhenangst 2004, die sich schon krampfhaft am Kinositz festgeklammert hat, als Gandalf ungesichert auf dem Turm von Isengard stand, eben diese war Klettern und hat sich in ungeahnte Höhen emporgeschwungen! Bin sogar ein paar Mal bis unter die Decke gekommen, wobei ich mir aber nicht sicher bin, ob nicht von unten nachgeholfen wurde...
Und gestern Abend mußte ich mit ein paar Kunden essen gehen- 5 Männer mittleren Alters mit Schnäuzer (warum müssen Entwickler und Qualitätsmenschen immer einen Schnäuzer tragen, gehört das irgendwie zur Jobbeschreibung?), die zwar ganz nett waren, aber leider Gottes auch kein bißchen interessant. Ich wäre tausendmal lieber schon um 9 mit meinem Buch im Bett gewesen, aber was soll’s- ich hatte einen Firmenwagen und mußte nicht mit dem Taxi fahren, das Essen selbst war gut, die Firma hat’s gezahlt, und es gehört ja schließlich auch zu meinem Job.
09 Dezember, 2005
Der Morgen danach
Weihnachtsfeier. Gestern. Alkohol. Daran können sich alle noch erinnern, darüber hinaus variieren allerdings die Erzählungen. Hier die Zusammenfassung:
Herr B. aus E. (mein Chef) blieb noch etwas länger auf dem Weihnachtsmarkt, weil (O-Ton!) "Bin noch nicht voll genug!“. Sowohl die Wortwahl als auch Gesichtsfarbe suggerierten jedoch das Gegenteil. Egal, Herr B. gab noch eine Runde heißen Caipirinha aus- hört sich in der Theorie lecker an, stellt sich nach näherer Betrachtung allerdings als eher eklig heraus (ist, was den Alkohol angeht, allerdings sein Geld wert- knallt besser als die beiden Tassen Amaretto-Kakao zusammen, die ich vorher getrunken hatte. Mit Caipi-Gläsern in der Hand ging es dann in Richtung Restaurant (auf den Gläsern war kein Pfand), Frau D. aus B. (*hust*) streckte jedoch vorzeitig die Waffen und setzte unter höhnischem Gelächter ihrer Kollegen ihres noch halbvoll aus.
Frau M. aus B. (auch bekannt als unsere "Ex-Azubine Des Chaos“ oder "Miss Brain MFB 2003, 2004 und 2005“) ging ohne zu bezahlen. Sie fragte nach der Rechnung, wurde informiert, daß sie bitte nach vorne zur Kasse gehen möge, stand auf, zog ihre Jacke an, verabschiedete sich, vergaß auf dem Weg zur Kasse, weswegen sie dorthin gegangen war, ging folglich einfach weiter durch die Tür und schritt in die verregnete Dezembernacht. Ihr Gesicht heute morgen war allerdings schlicht unbezahlbar; außerdem geht die Geschichte in der ganzen Firma rum (es hatte einen ziemlichen Wirbel gegeben, weil wir uns natürlich mit der Bedienung herumgestritten hatten, denn daß Frau M. SO verpeilt ist, das Zahlen zu vergessen, das haben noch nicht einmal wir ihr zugetraut) und überall sieht man Menschen, die beim Gedanken daran fröhlich vor sich hinkichern. Und das, obwohl alle müde und verkatert sind und (im Falle von Herrn B. aus E. und Herrn Sch. aus ?.) mit Schlafsack & Isomatte auf dem Boden genächtigt hatten. Mich erheitert die Sache jedenfalls schon ganzen Tag. Außerdem weiß jetzt die ganze Firma, daß wir nicht einfach nur bösartige Lästermäuler sind, wenn wir uns wieder einmal über Frau M. aufregen.
Frau B. auf B. blieb der Feier fern. Ebenso Herr D. aus K. Was soll ich sagen, sie waren unser Gesprächsthema Nummer 1 ("M Punkt plus D Punkt in K Punkt gleich G Punkt“- gestern war das irgendwie noch sehr lustig).
Herr St. aus B. und Frau W. aus B. konnten von ihren Kollegen nur mit Mühe davon abgehalten werden, mit dem Nebentisch (aka "Weihnachtsfeier der Luftkoteletts“) eine Schlägerei anzufangen. Die waren aber auch scheiße! Sahen alle aus wie... naja, Luftkoteletts eben. Weißes Hemd, unter dem sich deutlich das "Abi 94“-Logo abzeichnete...
Herr B. aus E. forderte zu fortgeschrittener Stunde Frau D. aus B. (*hust*) auf, ihr Top auszuziehen, worauf diese "So gut bezahlen sie mich nun auch wieder nicht, Chef“ entgegnete und vor ihrem inneren Auge bereits die Geldberge sah, die ihr die Klage auf sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz einbringen würde.
Knutschereien oder anderweitige grobe Ausrutscher gab es aktuellen Berichten zufolge keine; allerdings gab es möglicherweise die eine oder andere Spekulation über ein Threesome, da Herr St., Frau W. und Frau D. (alle aus B.) erst als Letzte und zusammen das Lokal verließen. Die drei Betroffenen schweigen sich jedoch diskret (wie es nun einmal ihre Art ist) aus.
Und heute morgen? Wie schon gesagt, es sind alle leicht bis mittelmäßig verkatert, was zu einem rasanten Anstieg des Verpeiltheitsgrades aufgrund von verminderter Leistungsfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses führt. Herr B. aus E. wurde gesichtet, wie er mitten auf dem Hof stand und offensichtlich überlegte, wie er dort hingekommen ist und warum; Frau K. aus H. druckte dieselbe (10-seitige) Email dreimal auf dem falschen Drucker aus und merkte es nicht; Frau D. aus B. lief wiederholt gegen diverse Türrahmen; und zur Großkundenbesprechung, die um 7:30 beginnen sollten, kamen drei Viertel der Teilnehmer erst zwischen 7:45 und7:55 (dann wurde bis 8:15 der gestrige Abend besprochen, und um 8:25 wurde das Meeting aufgrund von mangelnder Vorbereitung der Beteiligten auf Montag 9:30 vertagt). Und wir sehen alle gleich scheiße aus- strubbelige Frisuren, Ringe unter den Augen, Blässe... Kurz- es ist heute richtig lustig, wir sollten öfters Weihnachtsfeiern unter der Woche abhalten.
Herr B. aus E. (mein Chef) blieb noch etwas länger auf dem Weihnachtsmarkt, weil (O-Ton!) "Bin noch nicht voll genug!“. Sowohl die Wortwahl als auch Gesichtsfarbe suggerierten jedoch das Gegenteil. Egal, Herr B. gab noch eine Runde heißen Caipirinha aus- hört sich in der Theorie lecker an, stellt sich nach näherer Betrachtung allerdings als eher eklig heraus (ist, was den Alkohol angeht, allerdings sein Geld wert- knallt besser als die beiden Tassen Amaretto-Kakao zusammen, die ich vorher getrunken hatte. Mit Caipi-Gläsern in der Hand ging es dann in Richtung Restaurant (auf den Gläsern war kein Pfand), Frau D. aus B. (*hust*) streckte jedoch vorzeitig die Waffen und setzte unter höhnischem Gelächter ihrer Kollegen ihres noch halbvoll aus.
Frau M. aus B. (auch bekannt als unsere "Ex-Azubine Des Chaos“ oder "Miss Brain MFB 2003, 2004 und 2005“) ging ohne zu bezahlen. Sie fragte nach der Rechnung, wurde informiert, daß sie bitte nach vorne zur Kasse gehen möge, stand auf, zog ihre Jacke an, verabschiedete sich, vergaß auf dem Weg zur Kasse, weswegen sie dorthin gegangen war, ging folglich einfach weiter durch die Tür und schritt in die verregnete Dezembernacht. Ihr Gesicht heute morgen war allerdings schlicht unbezahlbar; außerdem geht die Geschichte in der ganzen Firma rum (es hatte einen ziemlichen Wirbel gegeben, weil wir uns natürlich mit der Bedienung herumgestritten hatten, denn daß Frau M. SO verpeilt ist, das Zahlen zu vergessen, das haben noch nicht einmal wir ihr zugetraut) und überall sieht man Menschen, die beim Gedanken daran fröhlich vor sich hinkichern. Und das, obwohl alle müde und verkatert sind und (im Falle von Herrn B. aus E. und Herrn Sch. aus ?.) mit Schlafsack & Isomatte auf dem Boden genächtigt hatten. Mich erheitert die Sache jedenfalls schon ganzen Tag. Außerdem weiß jetzt die ganze Firma, daß wir nicht einfach nur bösartige Lästermäuler sind, wenn wir uns wieder einmal über Frau M. aufregen.
Frau B. auf B. blieb der Feier fern. Ebenso Herr D. aus K. Was soll ich sagen, sie waren unser Gesprächsthema Nummer 1 ("M Punkt plus D Punkt in K Punkt gleich G Punkt“- gestern war das irgendwie noch sehr lustig).
Herr St. aus B. und Frau W. aus B. konnten von ihren Kollegen nur mit Mühe davon abgehalten werden, mit dem Nebentisch (aka "Weihnachtsfeier der Luftkoteletts“) eine Schlägerei anzufangen. Die waren aber auch scheiße! Sahen alle aus wie... naja, Luftkoteletts eben. Weißes Hemd, unter dem sich deutlich das "Abi 94“-Logo abzeichnete...
Herr B. aus E. forderte zu fortgeschrittener Stunde Frau D. aus B. (*hust*) auf, ihr Top auszuziehen, worauf diese "So gut bezahlen sie mich nun auch wieder nicht, Chef“ entgegnete und vor ihrem inneren Auge bereits die Geldberge sah, die ihr die Klage auf sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz einbringen würde.
Knutschereien oder anderweitige grobe Ausrutscher gab es aktuellen Berichten zufolge keine; allerdings gab es möglicherweise die eine oder andere Spekulation über ein Threesome, da Herr St., Frau W. und Frau D. (alle aus B.) erst als Letzte und zusammen das Lokal verließen. Die drei Betroffenen schweigen sich jedoch diskret (wie es nun einmal ihre Art ist) aus.
Und heute morgen? Wie schon gesagt, es sind alle leicht bis mittelmäßig verkatert, was zu einem rasanten Anstieg des Verpeiltheitsgrades aufgrund von verminderter Leistungsfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses führt. Herr B. aus E. wurde gesichtet, wie er mitten auf dem Hof stand und offensichtlich überlegte, wie er dort hingekommen ist und warum; Frau K. aus H. druckte dieselbe (10-seitige) Email dreimal auf dem falschen Drucker aus und merkte es nicht; Frau D. aus B. lief wiederholt gegen diverse Türrahmen; und zur Großkundenbesprechung, die um 7:30 beginnen sollten, kamen drei Viertel der Teilnehmer erst zwischen 7:45 und7:55 (dann wurde bis 8:15 der gestrige Abend besprochen, und um 8:25 wurde das Meeting aufgrund von mangelnder Vorbereitung der Beteiligten auf Montag 9:30 vertagt). Und wir sehen alle gleich scheiße aus- strubbelige Frisuren, Ringe unter den Augen, Blässe... Kurz- es ist heute richtig lustig, wir sollten öfters Weihnachtsfeiern unter der Woche abhalten.
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