10 März, 2006

Quizfrage

Frage:
Kann man ein und denselben Bus drei Mal verpassen?
Antwort:
Ja, kann man. Vorausgesetzt man heißt Kathrin D., hat Bauchkrämpfe, ist von der Arbeit genervt und will unbedingt nach Hause.

08 März, 2006

Happy Weltfrauentag!

Ja, Mädels, laßt Euch feiern, her mit dem Sekt-Piccolo! Mein Chef ist schon vollkommen fertig- wo er auch geht und steht, wird er von uns in irgendeiner Form daran erinnert (Post-Its, Emails, Forderungen nach einer Pizzalieferung), daß er uns zu feiern hat, er ist hier der einzige Mann und hat so gut wie keine Chance gegen uns 6 Frauen. Es laufen Wetten, wann er sich wohl heimlich in die Fertigung absetzen und sich mit den Jungs an den Maschinen solidarisieren wird, indem er einen Frauenwitz nach dem nächsten reißt und sich über sein hartes Los mit uns beschwert. Ich tippe mal 11:30. Zu allem Übel habe ich mich heute in aller Öffentlichkeit gegen ihn durchgesetzt, das dürfte seinem Ego einen schweren Schlag versetzt haben.
Ein bißchen Geschichte: Der Weltfrauentag geht auf den 08.03.1857 zurück, als in New York Textilarbeiterinnen auf die Straße gingen, um gegen die schlechten Arbeits- und Sicherheitsbedingungen zu protestieren. Anscheinend waren sie nicht sonderlich erfolgreich; am 25.03.1911 starben nämlich -ebenfalls in New York- 145 Frauen bei einem Brand in einer Textilfabrik. Ebenso löblich, aber ebensowenig erfolgreich: die Friedensdemo der Frauen am 08.03.1913 gegen den bevorstehenden Ersten Weltkrieg (ca. 16 Millionen Tote und 23 Millionen Verletzte). Also Mädels, laßt uns diese Tradition hochhalten und auch heute für einen hoffnungslosen Fall demonstrieren- zum Beispiel dafür, daß Bush endlich mal sein Gehirn einschaltet (oder besser, daß das restliche amerikanische Volk dies tut und ihn und seine Posse in hohem Bogen aus dem Weißen Haus kickt), oder daß absatzfeindliche Kopfsteinpflaster abgeschafft werden. Oder halt für den Weltfrieden- das ist eine gute Sache und wird immer wieder gerne gesehen. Oder für Stan's Recht, Babies zu bekommen.

07 März, 2006

Jon Stewart, will you marry me?

Ehrlich- der Mann ist göttlich! Wer bloß die zusammengeschnippelte Oscars-Zusammenfassung gesehen hat, hat dieses Jahr tatsächlich etwas verpaßt: Ben Stiller im Greenscreen-Outfit, Jennifer Garner’s Fast-Ausrutscher (hat sich aber noch gut aus der Affäre gezogen- "I do my own stunts"), Meryl Streep & Lili Tomlin, Three 6 Mafia gewinnt einen Oscar, und natürlich die wirklich witzigen Seitenhiebe von Jon Stewart auf so ziemlich alles und jeden (bez. Stephen Spielberg: nach "Schindler’s Liste" und "Munich" könne er als Jude es gar nicht erwarten zu sehen, wie es mit seinem Volk weitergeht... Spielberg‘s Juden-Trilogie?).
Die meiste Zeit habe ich allerdings geheult, und zwar wie ein Schloßhund- ich hatte ganz vergessen, was emotionale Dankesreden mit meinem Nervenkostüm anrichten (bei Reese Witherspoon war’s ganz schlimm). Der Abend hat auf jeden Fall ein großes Loch in meine Taschentuch-Vorräte gerissen. Ja ja, jetzt ist es raus: ich bin eine Heulsuse. Ich habe mir irgendwann mal die Nase gebrochen und es nicht mal gemerkt, beim Zahnarzt wird nur ohne Narkose gebohrt und ich schlafe das ganze Jahr über mit offenem Fenster- aber sobald im Fernsehen jemand Freudentränen vergießt, brechen bei mir alle Dämme. There goes my street-cred.
Es gibt übrigens Neuigkeiten von meinem Vater und meinem Schwager, die momentan zusammen in den französischen Alpen Ski fahren: an ihrem ersten Tag ist mein Vater aus einem Sessellift gefallen (man fand ihn in der Schneewehe nur dank seines türkisgrünen Damen-Skianzugs) und mein Schwager in ein Loch. Na, das hört sich doch vielversprechend an! Stay tuned...

06 März, 2006

WHOOOOO! (Goldene Himbeere)

Die Razzies sind natürlich auch schon draußen, wie konnte ich das nur unter den Tisch fallen lassen? Ladies, Gentlemen, put your hands together especially for
Paris Hilton – Schlechteste Nebendarstellerin für "House of Wax";
Tom Cruise & Katie Holmes – Nervigstes Promipärchen;
und last but not least...
Hayden Christensen – Schlechtester Nebendarsteller für "Star Wars Episode III"!!!!
Ich muß noch einmal betonen, wie UN-GLAUB-LICH glücklich speziell Letzteres mich macht; wenn Christensen nicht so ein untalentierter Penner wäre, hätte man den Film vielleicht noch retten können. Wie dem auch sei: gut gemacht, Jungs und Mädels, das habt Ihr Euch wohl verdient.

Der Oscar kam und ging...


... und zwar an "L.A. Crash"!! Alle dachten "Brokeback Mountain", aber ätsch, ist nicht. Ich muß sagen, ich habe dieses Jahr den Glauben an die Academy wiedergefunden. "Shakespeare in Love" 1998 vor "Elizabeth" und "Das Leben ist schön"? "Gladiator" bester Film, Russell Crowe bester Darsteller 2000? Julia Roberts beste Schauspielerin 2000? 2002 gewinnt "Chicago" gegen "Der Pianist"? "21 Gramm" und "Vergiß mein nicht" nicht mal nominiert? Alles Fehlentscheidungen in meinen Augen, aber nun ja, vergeben und vergessen- "L.A. Crash" (auch wenn ihn hier wohl außer Seb und mir keiner gesehen zu haben scheint) ist wirklich besser als "Brokeback" (obwohl der wirklich auch verdammt gut war), Philip Seymour Hofmann ist immer und überall brilliant, und naja, ich persönlich hätte Felicity Huffman als beste Hauptdarstellerin gesehen, aber Reese Witherspoon hat auch einen guten Job gemacht, also what the heck.
Kann’s nicht erwarten, endlich nach Hause zu kommen und mir die Verleihung anzusehen- nicht, weil das immer so ungeheuer spannend ist (vor allem nicht dann, wenn man alle Ergebnisse eh schon weiß), aber weil Jon Stewart, mein geliebter Jon Stewart, die Awards moderiert, und das kann ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Das gute am Videorekorder: peinliche, tränenerfüllte Dankesreden von weiblichen Darstellerinnen, mittelmäßige Showauftritte und das restliche überflüssige Oscar-Trara können flugs vorgespult werden.
Häßlichstes Kleid des Abends: Ich kann mich nicht so recht entscheiden: Michelle Williams‘ furchtbares furchtbar gelbes Iih-Bah-Kleid, oder Charlize Theron mit ihrer gigantischen Schleife? Warum nur, Charlize, warum? Haben die armen Dinger denn gar kein Mitspracherecht in solchen Dingen? Ihnen auf den Fersen u. a. Maggie Gyllenhaal, die anscheinend kurzerhand einen Vorhang (samt Kordel) zum Kleid umfunktioniert hat. Und wer ist eigentlich diese Schabracke, und warum hat ihr niemand zum Schminken einen Spiegel gegeben? Die ist wahrscheinlich schuld daran, daß dieser Frau hier kein Visagist mehr zur Verfügung stand. Helena Bonham Carter erregte mit ihren 4 übereinandergezogenen Perücken Aufsehen , von denen sie eine anscheinend Tim Burton vom Kopf gerissen und eine bei Gary Busey entwendet hatte. Dolly Parton hatte Glück im Unglück- sie gewann zwar keinen Oscar, durfte aber ihre Perücke behalten. Amüsant sieht übrigens auch dieser Herr aus. Warum die Rolle der Eishexe in "Narnia" nicht an Nicole Kidman gegangen ist, wird mir angesichts dieser Bilder auf ewig ein Rätsel bleiben- man lasse den Lippenstift weg und schon hat man eine vollkommen farblose Person. Luke Wilson sieht auf diesem Bild aus, als litte er an Verstopfung; und Marc Anthony sieht immer noch aus wie ein Zombie, vielleicht ließ ihn allerdings auch die Farbe des Kleids seiner Frau erblassen, das muß man ihm zugestehen.

Auf der Plus-Seite: Jennifer Aniston sah süß aus wie immer (ich bin SO Team Jen!), das Gleiche gilt für Reese Witherspoon, und Jakey-Poo (Jake Gyllenhaal) sieht im Smoking fast genauso gut aus wie im Cowboy-Outfit.

NACHTRAG: Sieh mal einer an. "Crash" gewinnt einen Oscar und schon klettert es auf Platz 6 der Amazon-DVD-Charts. Na bitte, es geht doch. Besser spät als nie.
EDIT: (15 Minuten später) "Crash" auf Platz 4.

02 März, 2006

Moslems- Ihr armen Schweine!

Erst zerkleinern ein paar wenige Eurer Glaubensgenossen das World Trade Center und machen Euch so zur Feindreligion #1. Eigentlich noch keine große Sache. Ein, zwei von den USA plattgemachte, pardon, "befreite" Länder, diverse Bombenattentate hier und da... alles kaum der Rede wert. Dann jedoch kommt’s richtig dicke: Michael Jackson wandert nach Bahrain aus; und bevor man im Nahen Osten diese Nachricht verdauen konnte, kommt der Hammer schlechthin- das Gerücht, daß er, the Former King of Pop, komplett zum Islam konvertieren möchte! Ich rechne mit einem sprunghaften Anwachsen der... hmm, wie nennt man sie nun, "Islam-Dekonvertierten"? Oder kann man aus dem Islam auch austreten wie aus der Kirche? Ist der Islam eine Kirche? Egal, jedenfalls erwarte ich mit einem Aufschrei, der die gesamte muslimische Welt erschüttern wird; haufenweise Ex-Moslems, die mit Freuden den Traum von Paradiesjungfrauen aufgegeben und eher Monogamie in Kauf nehmen, als mit Michael Jackson in einen Topf geschmissen zu werden. Naja, dafür werden sich die Zeugen Jehova’s um so mehr freuen, wenn sie den wieder los sind. Dann geht’s für die Zeugen vielleicht auch endlich wieder bergauf! Ich gönn’s ihnen ja- wer bei 40° im Schatten in vollem Anzug den eineinhalb Kilometer langen Feldweg zu meinen Eltern in prallem Mittagssonnenschein zu Fuß hinlegt, nur um dann sofort von unserem Hund unter wütendem Gebell vom Anwesen verjagt zu werden, der hat es sich verdient, daß er nicht auch noch mit Michael Jackson in eine Schublade gesteckt wird.
Und nun zu etwas völlig anderem: meine Knie. Es wird Euch alle –und mich selbst ganz besonders- freuen zu hören, daß es den Kantenknien wieder besser geht. Die Pflaster sind ab, die Blessuren schorfen fröhlich vor sich hin. Also SO (Bild ist etwas eklig, eventuell nicht öffnen!) sehen sie jedenfalls nicht mehr aus. Sowieso ist im Großen und Ganzen der karnevalistische Heilungsprozeß fast schon abgeschlossen- nachdem ich die letzten beiden Tage rein gar nichts gemacht habe außer arbeiten zu gehen, Filme zu gucken und um halb 10 mit einem glücklichen Seufzer im Bett zu verschwinden, bin ich mittlerweile fast schon wieder fit- jedenfalls habe ich heute schon wieder vage Partypläne für’s Wochenende geschmiedet.