Sicherheitsmanagement bei BP ist miserabel
2005 kamen bei einer Explosion in der BP-Raffinerie Texas City 15 BP-Mitarbeiter um’s Leben, 180 wurden verletzt. 2009 verhängte OSHA (US-amerikanische Arbeitsschutzbehörde) mit 87 Mio. USD das höchste Bußgeld in der OSHA-Geschichte, da die Inspektoren 270 mutwillige Verstöße gefunden hatten, die im Zuge der Explosion 2005 bereits aufgefallen und gemeldet waren, aber bis 2009 nicht berichtigt worden sind, sowie 439 neue Verstöße.
Ein Bußgeld von 87 Mio. USD entspricht immerhin einem halben Prozent des Nettogewinns von BP in dem Jahr. Auf Normalsterblichen-Niveau heruntergerechnet: das ist so, wie wenn jemand, der jeden Monat nach Abzug von Miete, Nahrungsmitteln, Strom etc. 250 € zur freien Verfügung hat, einmalig eine Strafe von 15 € bezahlen soll. Dieses Bußgeld hat BP angefochten.
Übrigens: das zweithöchste von OSHA jemals verhängte Bußgeld ging mit 21 Mio. USD... ebenfalls an BP.
Auch die Arbeitsbedingungen für die Helfer im Golf von Mexiko sind nicht zufriedenstellend- schon Mitte Juni hätte es neue Sicherheitsschulungen geben sollen, zwei Wochen später ist jedoch noch immer nichts passiert. Das Sicherheitstraining muß der OSHA vorgelegt und von ihr abgesegnet werden, lt. OSHA arbeite man mit BP mittlerweile an der 3. Vorlage. Das Training soll von 4 auf 8 Stunden erweitert werden, sich an freiwillige Helfer auf hoher See richten und nun auch die Themen "Schutz vor chemischen Mitteln“ und "Rechte für die Helfer“ beinhalten.
Labels: BP, Golf von Mexiko, Umwelt, Ölleck
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